Sachte den Druck rausnehmen, den man sich selbst macht.

23. November 2016

img_4604Wir stecken genau mitten drin. Zwischen den letzten grauen Novembertagen und der nahenden glitzernden Adventszeit. Meine Freundin Annegret Zander hätte es in ihrem aktuellen Blogbeitrag nicht besser formulieren können. „Zwischen Ewigkeit und Advent“ heißt der erste Teil der Überschrift ihres sehr lesenswerten Artikels im Blog für die zweite Lebenshälfte.

Ich glaube, so wie in vielen Geschäften der Umsatz in den kommenden Adventswochen hochschnellt so steigt auch der innere Druck, den man sich macht. In den Läden strahlt die perfekte Dekoration, wir lesen über die pfiffigsten Plätzchen und die perfekten Weihnachtsgeschenke.

Sie erinnern sich: In meinem Buch „Finde Dein Lebenstempo“ habe ich den Antreiber „Sei perfekt“ vorgestellt. Unbewusst glaubt man, man sei erst okay, wenn man die Dinge perfekt macht. Man setzt sich unbewusst unter Druck und will die Dinge ganz besonders gut machen.

Wenn Sie zu denen gehören, die sich im Advent ordentlich unter Druck setzen, spüren Sie das vielleicht körperlich oder auch seelisch. Kopf-, Magen- oder Rückenschmerzen signalisieren: „Hallo, pass auf!“. Wissen Sie längst, gell? Und dennoch. Fakt ist ja, dass es viel zu tun gibt: Wir als Selbständige haben besonders viel zu tun. Deshalb: die kleinen Pausen während des Tages müssen sein!

Ich empfehle Ihnen das Buch: Der kleine Achtsamkeitscoach. Ich blättere täglich darin und finde immer wieder eine neue Anregung: Heute zum Beispiel auf Seite 70 „Die achtsame Gesichtsmassage“. Man streicht dafür mit den Fingerkuppen das ganze Gesicht von unten nach oben aus. Massiert den Punkt direkt unter der Nase etwas intensiver. Massiert den Punkt zwischen den Augen spiralförmig … wenn man dies tut, entspannt man beide Gehirnhälften und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Wenn Sie die Schläfen achtsam in kreisenden Bewegungen massieren, steigert das Ihre Wahrnehmungsfähigkeit. Mit den Fäusten massiert man sanft kreisend die Wangen und dann die Nasenflügel. Das entspannt die Muskulatur. Abschließend streicht man großflächig über das ganze Gesicht. Lächelnd

Sie wundern sich vielleicht, dass ich so ganz konkret eine ganz banale Übung wie diese hier vorstelle. Stimmt’s? Meine Erfahrung zeigt, dass wir die Dinge tun müssen, um runterzukommen. Wir müssen uns täglich neu üben, aus dem Druck, den wir uns selbst machen, auszusteigen.

Wenn Sie also in den nächsten Wochen unter Dampf stehen oder schon mitten drin stecken, hauen Sie die Stopptaste rein. Jetzt gleich. Einatmen. Ausatmen.

Abwarten.

Einatmen. Ausatmen … und sich den Gedanken erlauben: „Wenn ich es unperfekt machte, anders als bisher gedacht und geplant? Zu welchen Ideen lädt mich diese Frage ein?“ Nehmen Sie sich doch gleich mal einen Stift und einen Zettel zur Hand und schreiben sich gleich auf, was Sie anders machen möchten.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen ruhigen Start in diesen Advent.