Kann denn Vielfalt eine Sünde sein?

12. September 2012

Meine geschätzte Blogkollegin Dagmar von Consolati hat zu ihrer Blog-Parade eingeladen. Kann denn Vielfalt Sünde sein? Hier mein Beitrag.

Meine spontane Antwort ist: Ja, Vielfalt ist Sünde, wenn man sich nicht „ordentlich“ positioniert hat als Selbständige/r. Und dann kommt mein Sternzeichen Waage dazwischen und meint: Nein, Vielseitigkeit ist klasse und macht alles lebendig.

Zwei Seelen in meiner Brust. Wie komme ich da wieder raus? 😉

Manch Selbständiger hat ein buntes Sammelsurium verschiedenster Dienstleistungen und Angebote „im Schaufenster“ ausgestellt. Ein Bauchladen-Angebot erschreckt und überfordert mich. Wenn ich das Gefühl bekomme, die verschiedenen Offerten sind einfach irgendwie aneinander getackert, dann bin ich schnell lustlos und mag nicht weiter lesen. Sind die Angebote aber aufeinander abgestimmt und machen miteinander viel Sinn, dann finde ich das kreativ und spannend.

Vor noch gar nicht so langer Zeit habe ich einer jungen Coach folgendes Beispiel erzählt: Stell Dir vor, Du kommst jeden Morgen an einem schön dekorierten Laden vorbei: Es gibt alle möglichen Sorten Kakteen im Schaufenster. Das Besondere: Alle haben eine gelbe Blüte. Was wirst Du denken?

– ganz schön langweilig / wie eintönig

oder

– klasse positioniert: da hat jemand seine Nische entdeckt: Kakteen mit gelben Blüten. Toll, welche Vielfalt trotz der gleichen Blütenfarbe. Aus den unterschiedlichsten Ländern kommen die stacheligen Pflanzen. Es gibt kleine und ganz große Kakteen. Und wie unterschiedlich die gelben Blüten aussehen. Winzig und riesengroß, zackig und rund, franselig und glatt. Das habe ich noch nie gesehen. Super! Außerdem gibt es kleine Workshops, Kaktus-Events ….

Meine Gesprächspartnerin fragte mich kritisch: Und wenn mein Kunde aber einen Kaktus mit roten Blüten möchte, was mache ich dann?

Ich habe erstmal weiter erzählt: Stell’ Dir weiter vor: 3 Monate später kommst Du am gleichen Laden vorbei und siehst neben den gelben Blüten auch rote, orange-farbene oder weiße. Was denkst Du jetzt?

– es war wohl zu langweilig mit den gelben Blüten oder

– wie schön diese Vielfalt ist oder

– ist ja nichts Besonderes mehr. Sieht genauso aus wie im Laden zwei Straßen weiter. Nur „gelbe Blüten“ mit dem vielseitigen Rahmenangebot – das hatte was!

Was hätten Sie meiner Gesprächspartnerin geantwortet zu Ihrer Frage? Ich habe gekontert, dass ich den gewünschten Kaktus mit den roten Blüten besorgen würde. Damit zeige ich meine Flexibilität und Variationsbreite. Meiner glasklaren Positionierung „Kakteen mit gelben Blüten“ bleibe ich aber treu.

Ich mag das Thema sehr: „Nische besetzen“. Klar und erkennbar sein für andere. Und das langfristig und doch kann man die eigene Buntheit zeigen und beweisen.

Ich veranschauliche das gerne Den Rest des Beitrags lesen »


Würden Sie noch einmal springen?

23. August 2012

Gestern Abend waren wir eingeladen zur  jährlichen Firmenveranstaltung der Company meines Mannes. Eine Top-Event in einer Top-Location, im Trafo Baden.

Wir hatten das Vergnügen, den erfolgreichen Trainer und Speaker Boris Grundl kennenzulernen. Niemand möchte sein Schicksal teilen: Er ist querschnittsgelähmt. Im Rollstuhl sprach er Klartext und berührend über das, was ihm 1990 passiert ist: Nach mehreren Sprüngen vom Felsen in herrliches Wasser einer Lagune geschah der alles verändernde Sprung, der fast den Tod bedeutete, denn er konnte sich nicht mehr bewegen und nicht mehr an die Wasseroberfläche schwimmen.

22 Jahre ist das her. Nun ist er einer der bedeutendsten Trainer, Coaches und Speaker in Deutschland bzw. der Welt. Er gründete die Grundl Leadership Akademie und hat schon einige Bücher geschrieben.

Zwei Botschaften, die bei mir hängen geblieben sind: Den Rest des Beitrags lesen »


Auf Du und Du mit dem Lebenstempo: 23. Ellen Löchner. Lehrerin und Du. Raum. – Platz zum Leben.

30. April 2012

1. Stellen Sie sich bitte kurz meinen LeserInnen vor.
Ich heiße Ellen Löchner, bin 44 Jahre, seit zwei Jahren selbstständig mit der Wohnberatung Du. Raum. Außerdem Lehrerin für Kunst und Musik mit mehreren Steckenpferden.

2. Was bedeutet für Sie Lebenstempo?
Mein Lebenstempo wird bestimmt durch ein Zitat von Hermann Hesse, das ich wirklich gut finde: Damit das Mögliche entsteht, muss jeden Tag das Unmögliche versucht werden.

3. Wie schnell empfinden Sie Ihr Lebenstempo auf einer Skala von 0 bis 10? Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Tempo? Inwiefern?
Auf der Skala bin ich bei Acht, nicht im Durchschnitt, sondern konstant. Mit dieser Konstante bin ich sehr zufrieden. Mal kurz auf Zehn geht, macht aber keinen Spaß. Alles unter Acht ist langweilig!

4. Wenn Sie etwas verändern könnten … was soll sich ab morgen ändern?
Ab morgen … soll meine Arbeit in der Schule nur noch sinnvolle Tätigkeiten umfassen: Einzelförderung, Projekte mit externen Institutionen, Arbeitsgemeinschaften. Dafür dauert sie nur noch halb so lange und ich kann den Rest meiner Arbeitszeit mit aufgeschlossenen Kunden von Duraum verbringen. An dieser Vision reizt neben der sinnerfüllten Arbeit vor allem die klare Aufteilung.

5. Mit welchem Tier würden Sie Ihr Lebenstempo vergleichen? Den Rest des Beitrags lesen »


Den Umbruch wagen?

1. Februar 2012

Jetzt ist es offiziell und spruchreif: Ich werde an den Zürichsee umziehen. Mein Mann hat Anfang des Jahres eine neue Aufgabe in seiner Company übernommen. Mein neuer Lebensschwerpunkt wird Richterswil am Zürichsee sein. In meinem neuen Newsletter denke ich über die Frage nach: Was spricht für das Bleiben?

Hier geht es um die Frage: Was spricht für den Umbruch? 

– das Unbekannte zulassen und suchen und damit den eigenen Horizont erweitern.

– das Neue gestalten und lernen. Anregung und Inspiration werden gefördert.

– der Blick auf die Schweizer Berge und den Zürichsee – leben wie im Urlaub.

– meinen Wunsch „vom Leben auf dem Land“ realisieren.

– meinen immer wieder kehrenden Traum vom eigenen Bed and Breakfast in die Tat umsetzen: Mein B&B heißt Allegra Bed and Breakfast. Mehr dazu im nächsten Blog-Artikel.

Mit was ist zu rechnen, wenn es einen Umbruch im Leben gibt? Den Rest des Beitrags lesen »