Ein Blog. Um was geht’s eigentlich? Spurensuche.

Wer keine Ausdauer hat bei Kleinigkeiten, dem misslingt der große Plan. (Altdeutsche Weisheit)

Die eine oder andere LeserIn weiß es schon. Parallel zu meinem Blog gestalte ich einen eigenen WordPress-Blog, der dann als eigene Domain auf http://www.lebenstempo-blog.de laufen wird. Hierbei unterstützen mich die Expertinnen Bettina Ramm und Dayana Lüdecke, die Web-Architektinnen nahe Berlin.

4 Jahre lief mein Blog hier bei „wordpress.com“. Ich habe in Hongkong damit angefangen um mich in den Sozialen Netzwerken zu bewegen. Ich wollte

– netzwerken
– schreiben
– Neues kennenlernen
– vom Home-Office rein ins Internet und mich zeigen
– Marketing betreiben für Lebenstempo-Coaching

Ich habe einfach los gelegt und mir nicht vorab überlegt, was ich mit meinem Blog wirklich bewirken will. Nun stelle ich allerdings fest, wie sehr es mich inspiriert ,mir die Fragen doch genauer zu stellen:

– Wer ist meine Zielgruppe? Für wen schreibe ich?
– Über welche Themen schreibe ich?
– Was sind die Inhalte?
– Welche Kategorien soll es geben?
– Welche Seiten lese ich regelmäßig und stelle ich in die so genannte „Blogroll“
– Um was geht es mir in puncto Lebenstempo?
– Was nehmen meine Leser mit? Was ist der Nutzen?

Ich höre von vielen Seiten, dass mein Blog und meine Newsletter gerne gelesen werden. Das freut mich ungemein. Im „neuen“ Blog, der ja eigentlich gar nicht neu sein wird sondern nur sehr viel überlegter an den STart geht, wird es also neue Kategorien geben. Ich habe begonnen die Info-Seiten zu texten. Manchmal hakt es, dann fließt es nur so aus meinen Fingern in die Tasten. Gott sei Dank kann ich mit 10 Fingern schreiben. Ich kann sogar Steno. Von wegen schnell-schnell. Da fällt mir mein IPhone ein, mit dem ich jetzt sogar vieles diktiere. Ich sag Ihnen. Das finde ich toll.

Um was geht es mir in meinem Blog? Das beschäftigt mich. Natürlich um schnell-schnell. Aber auch um langsam. Es geht um die leisen und lauten Töne …und dann wären wir bei dem Gegensätzlichen, das wir tagein tagaus aushalten und leben müssen. Ich finde, das ist die Herausforderung, mit der wir zu tun haben und die uns mal mehr mal weniger gut gelingt.

Und ich stelle fest, dass ich noch ein Anliegen habe, das ich gerne weitergeben mag: Das Dranbleiben. Wenn wir dranbleiben an dem, was uns wichtig ist, dann

– kehrt Ruhe und Frieden ein
– verzetteln wir uns weniger
– können wir unserem inneren Schweinehund Paroli bieten
– feiern wir immer kleine und große Erfolge
– bleiben wir uns treu in unseren Vorhaben und Zielen
– werden unsere Lebensträume wahr

Und was braucht es dazu?

– Disziplin
– Freundschaft und Liebe zu sich selbst und anderen
– Schnelligkeit und Langsamkeit (da haben wir es wieder! die Gegensätzlichkeit)
– Schaffen und Pausen
– fast so etwas wie einen Vertrag mit sich selbst: Das will ich bis dann und dann erreichen ….

Mir fällt dazu Coveys Buch ein: Der Weg zum Wesentlichen. (Hab ich das hier eigentlich mal vorgestellt?) Sein Buch beginnt damit, dass ich meine Lebensvision aufschreibe. Dazu muss ich mir natürlich Zeit nehmen: Was will ich auf dieser Welt schaffen? Für was will ich bekannt sein? Will ich eine Familie gründen? Welche Rollen will ich ausfüllen? Undsoweiter. Und von dieser Lebensvision herunter gebrochen gilt es jeden Tag neu Prioritäten zu setzen, dran zu bleiben und sich immer wieder sein Tun zu überdenken: Gehe ich die Schritte in die richtige Richtung, um das zu erreichen, was ich mir wünsche und vorhabe?

Rund um dieses Dran-bleiben werde ich also inhaltlich noch mehr zeigen. Denn ich tue es auch. Mir fällt dazu ein, dass ich mich regelmäßig austausche: mit meiner Freundin, meiner Supervisorin, brennende Fragen mit meiner Supervisionsgruppe betrachte und selbst für mich „Jour Fixe“ im Kalender eintrage. Nicht umsonst gibt es auf meiner Homepage das Jour Fixe-Paket. Kennen Sie es schon? Wie bleiben Sie dran?

Sie kennen sicher das Zitat, das so ähnlich oder anders lautet: Wer nicht weiß wo er hin will, steht irgendwann im Wald. Deshalb ist es wichtig, dass ich mir die Fragen rund um den Lebenstempo-Blog gut beantworte. Sonst steh ich im Regenwald. Und wenn ich für mich die Spur klar habe, dann wissen auch Sie, wieso Sie gerne bei mir reinklicken und mitlesen. Bleiben sie weiter dran! Ich freue mich auf Sie! Und DANKE fürs Mitlesen.

Mich würd’s freuen, wenn Sie mir eine Mail schreiben oder hier im Kommentarfeld eine Botschaft hinterlassen: Was lesen Sie gern? Was vermissen Sie? Woran soll ich noch denken? Was ist so richtig gut? Was kann ich lassen? 🙂

14 Responses to Ein Blog. Um was geht’s eigentlich? Spurensuche.

  1. Heike Tharun sagt:

    Liebe Petra Schuseil, mich interessiert das Dranbleiben. Bis zu welchem Punkt macht Dranbleiben Sinn und ab wann wird Dranbleiben zum „sich in etwas verbeißen“? Ich habe dazu Gedanken, aber mich würde Ihre Meinung und die der anderen Leser hier dazu interessieren. Herzliche Grüße Heike Tharun

  2. Das Thema Spurensuche ist vielschichtig und immer wieder ineressant. Speziell leise Menschen haben hier oft Schwierigkeiten die eigene Spur zu finden und anzunehmen. Deshalb erscheint es mir wichtig immer wieder nachzuspüren, und das im ganz eigenen Tempo und mit entsprechenden Anregungen. Jede Spur besteht aus vielen Einzelteilen, die sich erst nach und nach ergänzen, bis das Bild komplett ist.
    Herbstliche Grüße von Heike Barz-Lenz

  3. Heike Tharun sagt:

    @Heike Barz-Lenz: Interessante Anmerkung, das
    mit den „leisen Menschen“….

  4. Petra sagt:

    @Heike Tharun: ich denke seit gestern über Ihre Frage nach. Bis zu welchem Punkt macht Dranbleiben Sinn und ab wann verbeiße ich mich in etwas? Allein schon das Wort „verbeißen“ macht deutlich, dass ich auf etwas beharren würde, nicht los lassen will … die Kiefergelenke dürften schmerzen im wahrsten Sinne des Wortes. Wer sich verbeißt, dem dürfte es emotional nicht so dolle gehen: gestresst, genervt, erschöpft, angetrieben.

    Man will an etwas festhalten, das schon längst überholt ist, vielleicht ein Beruf, der einem nicht mehr gefällt, oder die Selbständigkeit in einer Nische, die nichts bringt. Viele halten an einer Beziehung fest, die schon lange unlebendig ist. Dran-bleiben? Jein!

    Dran bleiben bedeutet dagegen ich entscheide mit „Leichtigkeit“ aber auch mit Herzblut, dass ich einen Weg, eine Spur verfolge, die mir wichtig ist. Vielleicht manchmal steinig, aber ich weiß wieso und wozu ich es mache. Mit dran-bleiben meine ich eben auch, dass man regelmäßig überprüft, stimmt es so noch für mich. Mache ich so weiter oder will ich etwas verändern. Und wenn dann was?

    Wer wie ich in ein anderes Land umzieht und vieles aufgibt, bleibt trotzdem dran: an den eigenen Werten, den Freunden, dem Geschaffenen. An einer alten und langen Liebe bleibt man dran, wenn sich beide dafür einsetzen. Im Werte-Coaching finde ich die Fragen sinnvoll: Will ich an diesen Werten noch festhalten oder sind es „alte übernommene“ Werte? Will ich sie gegen andere austauschen?

    Nun bin ich auf Ihre Gedanken neugierig. Schönen Abend.

  5. Petra sagt:

    @Frau Barz-Lenz. Warum meinen Sie, dass leise Menschen hier besonders Schwierigkeiten haben, die eigene Spur zu finden? Wenn ich mal beim Blog-Konzept bleibe, dann müssen sich die leisen wie die „nicht-leisen“ Menschen hinhocken und nachdenken: Um was geht es mir? Was will ich? Ich bin neugierig, was Sie dazu denken.

    • Liebe Frau Schuseil,
      sich hinhocken und nachdenken ist nicht das Problem der leisen Menschen. Ganz im Gegenteil, hier liegen ihre Stärken. Dennoch, die Umsetzung nach außen fällt oft schwerer. Die Leisen glauben nämlich eher, dass andere es besser können. Bewusst oder unbewusst, diese Beeinflussung ist da. Aus diesem Grud weichen die Stilleren unter uns zunächst öfter von der eigenen Spur ab, bevor sie sie 100% gefunden haben. Der Weg zum Ziel ist also länger.
      Herzliche Grüße von Heike Barz-Lenz

  6. Petra sagt:

    Hallo Frau Barz-Lenz, das finde ich wichtig, was Sie da schreiben. Das würde bedeuten, die Stilleren unter uns müssen sich also umso mehr an ihre eigene Spur halten und dran bleiben. Das wäre ja dann noch ein anderes schönes Thema: Dran bleiben, die eigene Meinung vertreten, auch wenn andere Stimmen laut werden. Sich nicht beirren lassen. Dass sich die Dinge weiter entwickeln und man dann wieder etwas ergänzt oder wegnimmt, das wird sich dann auch im nächsten Blog zeigen. Morgen gehe ich offiziell online. Die neuen Blogkategorien machen Lust sie mit viel schönen Artikeln zu füllen.

  7. Heike sagt:

    @Liebe Petra Schuseil: Das mit dem „Verbeißen“ haben Sie anschaulich beschrieben; so verstehe ich den Begriff auch. Wichtig finde ich, zu differenzieren, wo wird das „Verbeißen“ empfunden: im Kopf, im Bauch, im ganzen Körper? Rebelliert der Kopf, weil er auf der Verstandesebene (noch) keinen Sinn erkennen kann, nichts Greifbares findet und deshalb beginnt Schritt für Schritt (im wahrsten Sinne des Wortes) durchzudrehen. Der Bauch dagegen sagt: Geduld, die Grobrichtung stimmt, lass‘ uns dranbleiben. In diesem Fall denke ich macht „Dranbleiben“, so wie von Ihnen beschrieben, Sinn (! :-)) Hilfreich dabei ist, das Ziel klar zu bestimmmen: Worum geht es eigentlich? Geht es um ein Teilziel oder um die große Vision.Das entspannt und bringt die von Ihnen angesprochene Leichtigkeit. Gerade für „leise Menschen“ (die von ihrer Natur aus gerne den Dingen – mit dem Kopf- auf den Grund gehen und dem Kopf gerne bei Entscheidungen den Vortritt lassen wollen) kann diese Unterscheidung zw. Kopf und Bauch nützlich sein.

  8. Petra sagt:

    Hallo liebe Frau Barz-Lenz, finde ich genial, dass Sie mich an das Kopf-Herz-Bauch-Modell erinnern. Ich würde nämlich dann noch das Herz mit einbeziehen. Wohin zieht es denn mein Herz? Will es dran bleiben? Oder eine andere Richtung einschlagen? Wenn Kopf und Bauch hin- und herzerren, ist das Herz eigentlich am klügsten. Dazu braucht es wieder Zeit um sich dessen bewusst zu werden. Tjaja. Ein Teufelskreis 😉 … aber wir bleiben ja dran, gell?

  9. Petra sagt:

    es pocht und schlägt und ist immer da … tagein tagaus

  10. Petra sagt:

    Verflixt … liebe Heike Barz-Lenz, danke für den Hinweis! 🙂

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