Ich liebe meinen Jour Fixe … privat: Akupunktur-Termin

Ich schreibe gerade meinen Lebenstempo-Brief für November. Immer noch geht es um die immer wiederkehrenden Termine, die ich hege und pflege. Ich beleuchte wieso sie Sinn machen, was sie uns geben. Wie wertvoll sie sind. In meinem letzten Newsletter habe ich vor allem die beruflichen Jour Fixe unter die Lupe genommen. Heute denke ich aber auch an die privaten regelmäßigen Termine.

Ich hatte heute einen Termin bei Sigrun Klain, Heilpraktikerin und Akupunkteurin in Frankfurt. Zu ihren Ritualen gehört, dass sie ihr Wissen 1x jährlich in China auffrischt und sich weiter bildet. In Peking war sie die letzten 3 Wochen. Ich habe vor der Reise erfahren, welche Geschenke sie mitnehmen wird … ein paar chinesische Vokabeln haben wir ausgetauscht.

Sie hatte das große Glück und die besondere Ehre, einen alten weisen Meister zu begleiten, der sein Wissen weitergab. Und ich hatte das Glück in der heutigen Sitzung einen ganz besonderen Piekser zu erleben. Ein Piekser der sozusagen meine Liebe für das Dran-bleiben unterstreicht.

Ich bin sehr beruhigt und auch zufrieden, wenn ich höre, dass meine Akupunkteurin sich in China weiterbildet. Ich habe sie inspiriert erlebt und sehr glücklich über ihre Zeit in Asien.

Welche privaten Termine pflegen Sie denn so? Und was bedeutet es für Ihre Freunde oder Ihre Kunden, wenn sie sich regelmäßig weiterbilden und dafür ggfs. weit reisen?

3 Responses to Ich liebe meinen Jour Fixe … privat: Akupunktur-Termin

  1. Liebe Frau Schuseil,

    den Jour fixe mit einer guten Freundin habe ich gerade zum ersten Mal gehalten. Wir haben lange geredet, und zwar nur über Pläne – und über unsere Kindheitserfahrungen, besonders mit unseren Vätern. Wir werden beide für das geliebt, was wir tun/schaffen, nicht für das, was wir sind, schmerzliche Erkenntnis. Wir hatten uns beide einen entsprechenden Ehemann gesucht, interessant. Jetzt sind wir beide frei, leben in glücklichen Beziehungen und haben sehr viel Kraft, ein großes Glück, das wir in – z. T. gemeinsamen – Spinnereien und Projekten auskosten.

    Vielen Dank für diese Idee. Die Überschrift „Jour fixe“ hat unserem Treffen einen Leitfaden gegeben und die „Berechtigung“, mal lange über sich selbst zu sprechen. Obwohl wir uns wirklich gut kennen, haben wir das sonst nicht so gemacht. Ich bin sehr beglückt, mal wieder etwas Gutes ausprobiert zu haben, was mir ohne Ihre Anregung entgangen wäre.

    Wir haben keinen regelmäßigen Rhythmus vereinbart, werden uns aber immer mal wieder gegenseitig zum „Jour fixe“ einladen.

    Die Weiterbildung ist ein weites Feld. In letzter Zeit betreibe ich das kaum mehr fachbezogen, denn leider ist die Lehrerfortbildung in meinen beiden Fächern dazu verkümmert, „Fachfremde“ heranzubilden – die Kunst- und Musiklehrer schaffen sich selbst ab. Allerdings besuche ich, wo es geht, Fortbildungen, die den bildungstheoretischen Überbau bzw. besondere Herausforderungen wie Mobbing oder Hochbegabung beleuchten. Die werden von freien Trägern veranstaltet, sind oft von hoher Qualität und hinterlassen mich in Zuständen zwischen erleuchtet und bestürzt. Wir wissen so viel über das Lernen und wenden nichts, aber auch gar nichts an.

    Was meine Kunden, die Schüler, davon merken? Ich komme oft mit neuen Ideen an und wirke hoffentlich einigermaßen integer. Wertschätzung erfahre ich dafür insbesondere von einigen ausgewählten KollegInnen.

    Und damit bin ich beim Nobelpreis. Den würde ich wohl für meine Neugier bekommen, die gepaart ist mit Freundlichkeit, aber unerbittlich.

    Ich freue mich schon auf Ihren nächsten Newsletter!

    Herzliche Grüße, bis bald,

    Ellen Löchner

  2. Hallo liebe Ellen Löchner, ich habe gerade den http://www.duraum.de entdeckt und gratuliere Ihnen zu Ihrer Weiterentwicklung rund um Ihre Positionierung … gerne denke ich an Ihren Impulseabend zurück. Sie schreiben uns hier von Ihrem beglückenden Jour Fixe. Danke für Ihre Gedanken und Impulse, die mich natürlich auch freuen, weil Sie sich outen, weil Sie mehr wollen, weil Sie neugierig sind. Ich habe vor, Sie in meinem nächsten Newsletter vorzustellen. Zusammen mit einem Buch, das ich empfehlen mag, das gut passt. Ich erlebe Sie neben Ihrem Beruf als Lehrerin (die Kids mögen Sie bestimmt), als zielstrebig und unerbittlich Ihren selbständigen Weg zu gehen. Da braucht es Jour Fixe … eben auch die privaten, die viel Energie und Freundschaft, vielleicht sogar Liebe, schenken.

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