Eine besondere Herausforderung. Ein Kurz-Workshop. In 30 Minuten zum Ziel.

Meine geschätzte Coach- und Blog-Kollegin Andrea Mohr fragte mich, ob wir uns gemeinsam präsentieren während des Sommerforums der Kronberger Unternehmerinnen. Andrea lebt und arbeitet in Kronberg. Ich sagte „Ja gerne“.

Gleichzeitig wurde ich gebeten, einen Kurz-Workshop zu halten. Ich entschied mich für den Titel „Finde Deine Einzigartigkeit“. Das ist eine Herausforderung! Finden Sie nicht auch? In 30 Minuten einen Workshop gehaltvoll gestalten.

Nachfolgend meine Erfahrungen, die ich gerne als Tipp weitergebe.

1. Wählen Sie Ihr Lieblingsthema.

Das Thema, das Ihnen besonders gut liegt, in dem Sie sich sicher und wohl fühlen:Wählen Sie es für einen Kurz-Workshop.

Meine Kernkompetenz sind z.B. die Themen Einzigartigkeit / Berufung und Lebenstempo. Ich entdecke und höre sehr schnell, was jemanden einzigartig macht. Das Mosaik – der Weg zu Ihrer Einzigartigkeit – ist ein Modell, das ich gut vorstellen kann. Dafür habe ich mich entscheiden.

3. Definieren Sie ein Ziel für sich

Was wollen Sie selbst in diesen 30 Minuten erreichen? Vielleicht ist es eine Premiere? Und Sie mögen einen Versuch starten, Ihre Kernkompetenz zu präsentieren. Oder Sie probieren etwas Neues aus und wollen Erfahrungen mit einem neuen Thema sammeln. Auf jeden Fall suchte ich den Kontakt zu den TeilnehmerInnen.

4. Was ist das Ziel für Ihre Zuhörerinnen? Was sollen sie erreichen/mitnehmen?

Mit welchen Gedanken und Gefühlen sollen die Teilnehmer nach Hause gehen? Wie werden Sie das erreichen?
U.a. war mir für meine Zuhörerinnen wichtig, dass sie – wie in einem Workshop – in Kontakt zu einander kommen und sich austauschen.

5. Die Dramaturgie des Kernthema

– Einstieg ins Thema … vielleicht eine kleine Geschichte erzählen

– eine Skalierungsfrage stellen … wo befinden Sie sich derzeit auf der Skala von 0 bis 10 zu dem Thema ….

– z.B. ein Modell, eine These vorstellen

– die Schritte / Phasen erläutern

– kurze Interaktionen einbauen

– Fragen klären

– die Quintessenz zusammen fassen

6. Ein gutes Ende schaffen

– eine letzte Frage stellen, die eine Aktion auslöst

– Informationen geben

– die letzte Aktion: im Kontakt bleiben z.B. einen kostenlosen Fachartikel zur Verfügung stellen oder zum Newsletter einladen; an meinem Stand das Gespräch vertiefen bzw. einen Coachinggutschein gewinnen.

Es sind etwa 20 interessierte Zuhörerinnen anwesend gewesen. Ich habe mein Skript inspirierend vermittelt. Die Feedbacks haben das bestätigt.

Was hätte ich noch besser machen können?

– den roten Faden meiner „kleinen Rundreise im Thema“ hätte ich noch deutlicher herausarbeiten können z.B. indem ich die Hauptthesen noch einmal wiederhole. Kurz und knackig!

– ich habe meinen Impuls-Workshop frei und ohne Gedankenstütze referiert. Kleine Moderationskarten mit den wichtigsten Etappen sind auf jeden Fall hilfreich – die werde ich das nächste Mal dabei haben – auch wenn es nur für 30 Minuten ist.

– mehr Sprech-/Gedanken-Pausen einlegen und tief durchatmen

Was ist mir besonders gut gelungen?

1. Ich habe am Anfang zu einer kleinen körperlichen Energie-Session eingeladen zum Mitmachen.

2. Zum Einstieg habe ich eine Skalierungsfrage gestellt: Auf einer Skala von 0 bis 10 – wo würden Sie sich heute positionieren? Null bedeutet: Ich habe keine Ahnung, was mich einzigartig macht. Zehn bedeutet: Ich bin einzigartig. Ich fühle mich einzigartig.

3. Ich habe später aufgefordert, zuerst eine Frage, später noch eine, zu zweit kurz zu erörtern. Das bringt die Teilnehmer ins Gespräch, es kommt zum Austausch. Wenn ich laut reflektiere, klären sich meine Gedanken und ich nehme eine Menge mit. Die Fragen die ich gestellt habe, waren positiver Natur und leicht zu beantworten.

4. Am Ende habe ich an die Positionierung auf der Skala erinnert und mit einer kleinen Abschlussfrage motiviert: Was werden Sie am Wochenende tun, um einen klitzekleinen Schritt auf der Skala weiter zu kommen?

Ich bin gespannt … falls sie nicht dabei waren, was werden Sie heute tun um einen klitzekleinen Schritt weiter zu kommen?

7 Responses to Eine besondere Herausforderung. Ein Kurz-Workshop. In 30 Minuten zum Ziel.

  1. Hallo Petra,

    ja 30 Minuten ist wirklich eine Herausforderung, in der ´Regel sind Workshops auf Kongressen 90 Minuten. Und die vergehen schon wie im Fluge.
    Erst war ich irritiert, als du „Zuhörerinnen“ schriebst. Weil: ein Workshop ist kein Vortrag.
    Aber aus deiner Beschreibung konnte ich dann entnehmen, dass du die TN sehr wohl zum Mitmachen aktiviert hast: durch eine körperliche Einstiegsübung, durch „Murmelgruppen“ (Austausch untereinander) und Abfrage.

    Ich persönlich baue ja auch IMMER Spiele und Bewegungen mit ein und eben kreative Methoden, bei denen die TN nicht nur zuhören, sondern durch kreative Visualisierung, Einsatz von Requisiten und Lernlandschaften etc.alle Sinne angesprochen werden.
    Und auch gelacht wird 🙂

    Also, herzlichen Glückwunsch zu deiner schönen Erfahrung und toll, dass du sie mit uns geteilt hast.

    Ich habe Sonntag wieder einen Workshop bei tipps&tools fürs training in Köln, da habe ich auch elend lange rumgebosselt, x bunte Flipcharts gemalt, Poster hergestellt, Mappen geheftet und mir neue Methoden ausgedacht :-).

    Zu deiner Empfehlung: ein Thema nehmen, das einem selbst am Herzen liegt:

    Dazu hatte ich auch in meinem Blog geschrieben: leider reicht das nicht immer. „Mein“ Thema am Wochenende „Suggestopädie geht Online“ hat nicht so viele angesprochen. Obwohl beides meine Herzensthemen sind.
    Suggestopädie als ganzheitliche kreative und mulstisensorische Methode und Online-Seminare- und die Verbindung von beidem.

    In der Trainerszene sind aber beide noch nicht soo bekannt- ich werde daran hoffentlich noch was ändern.

    Ein Tipp von Kommentatoren meiner Blog-Klage war, den Titel anders zu benennen (nicht so zwei abschreckende und abstrakte Begriffe). Also beim nächsten Mal!

    Sorry für Tippfehler und komische Zeichen, mein erster Beitrag auf meinem neuen süßen kleinen Netbook, das ich noch nicht so beherrsche.

    Zamyat

  2. Petra sagt:

    Liebe Zamyat, ich freue mich sehr, Dich mal wieder hier zu treffen und zu lesen. Dein Feedback freut mich natürlich besonders 🙂 Vielen Dank. Vielleicht lädst Du uns in Deinem Blog ein, mit nachzudenken bei einem neuen Titel für Dein Thema.

  3. Gute Idee! Warum immer alleine arbeiten? 🙂
    Habe auch gerade bei Gittes Schreibnudel wieder die passenden Anregungen gefunden…

    Für jetzigen Sonntag ist es allerdings zu spät, den Titel noch zu ändern :-). Kann ich jetzt nur noch durch meinen Online-Rap rausreißen :-).

  4. Hallo Petra, Hallo Zamyat,

    meine 5 Cent dazu – warum nicht morgen, Freitag, 2.9. an unserem „Buzz for Business“ teilnehmen?

    Wir laden ein, Freitags auf unserer Facebook Seite Werbung für spannende, kreative Dinge zu machen. Petra kennt es ja schon und hat es für Ihr Unternehmerinnen-Forum nutzen können: http://www.facebook.com/telefonart

    Vielleicht „rappt“ es schon etwas mehr…

    Herzliche Grüße, Andrea Jülichs

  5. Andrea Mohr sagt:

    Liebe Petra, es hat mich sehr gefreut, mit Dir den Tag zu verbringen und ich hoffe, es ist der Anfang für viele folgende gemeinsame Auftritte. Ich schätze sehr an Dir, dass du neugierig bist, kreativ Dinge anpackst und Dir kein Aufwand zu viel ist. Authentisches Arbeiten macht Spaß! Herzliche Grüße Andrea

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