Was ist das Wesentliche?

In meinem Newsletter, den ich diese Tage verschicken werde, geht es um das Thema „Druck rausnehmen“. Wenn Sie ihn auch „druckfrisch“ lesen möchten, können Sie ihn hier abonnieren.

Was macht uns Druck? Die tägliche E-Mail-Flut, dass uns Zeit durch die Finger rinnt, das liebe Geld, die Familie, der Partner/die Partnerin, unser Perfektionsanspruch, unser Nicht-entscheiden-können … was noch?

Ich habe von einer Frau gelesen, die beim Joggen ihr Gedankenkarussell zum Schweigen bringt. Das gelingt ihr nicht immer. All das, was sie beschäftigt wirbelt in ihrem Kopf und kommt erst allmählich zur Ruhe. Schritt für Schritt, Meter für Meter, den Sie in der Bewegung ist, kann Sie sich an ihrer Umwelt freuen: Sie sieht die bunten Pflanzen und die prächtig gewachsenen Bäume, riecht das feuchte Gras, hört das Zwitschern der Vögel und fühlt den leichten Wind auf ihrer Haut.

Allmählich lässt der Druck nach … sie entschleunigt ….

Ganz langsam kommen ihr Gedanken in den Sinn, die durch das Alltagskarussell im Verborgenen blieben. Jetzt kann sie tief durchatmen, sich dem öffnen, was sie eigentlich bewegt. Vielleicht kennen Sie das: Wir beschäftigen uns vordergründig mit beruflichen Problemen und schimpfen über unseren Chef oder eine Kollegin/einen Kollegen, dessen Art wir nicht mögen. Oder wir kommen grad überhaupt nicht klar mit unserer pubertierenden Tochter oder unserem heranwachsenden Sohn. Oder wenn Sie selbständig arbeiten so wie ich, dann machen Sie sich Gedanken über Ihren Umsatz und ihre Existenz. Wir müssen akquirieren und über unsere Dienstleistung sprechen oder einen Newsletter texten.

Wenn sich das Gedankenkarussell dreht und ich in Bewegung komme um wieder in Kontakt zu kommen mit dem, was mich wirklich bewegt, braucht es Abstand, braucht es eine Weile um „die anderen versteckten Gedanken zu entdecken“. So sind auch meine Erfahrungen mit KlientInnen, denen ich anbiete, einfach mal eine Weile „still zu werden“. Sie schließen die Augen und atmen tief durch. Dann kommen Themen und Fragen zum Vorschein, die durch das alltägliche Gedankenkarussell verborgen geblieben sind. Da geht es vielleicht um lebenswichtige Werte, denen wir nicht treu geblieben sind. Um unsere Sehnsüchte und Träume. Wir verbiegen uns, sagen Ja auch wenn wir Nein meinen. Zögern Entscheidungen hinaus.

Das Wesentliche erkennen geht nur, wenn wir „still werden“, wenn wir im guten Kontakt mit unseren Werten sind, mit dem was uns wichtig ist. Dafür braucht es Zeit und Raum, vielleicht ein morgendliches Joggen, vielleicht Yoga oder ein Gespräch. Oder eine erholsame Ferienzeit.

Wie denken Sie? Sind im guten Kontakt mit dem was Ihnen wichtig ist, was Ihnen wert-voll ist?

3 Responses to Was ist das Wesentliche?

  1. […] Siehe dazu auch meinen vorangegangen Artikel: Was ist das Wesentliche? […]

  2. Ellen Löchner sagt:

    Das Wesentliche …

    … tritt bei mir zutage, wenn ich früh morgens (so zwischen 6 und 7 Uhr) an einem sonnigen Tag im Garten bin, gieße, ein wenig Unkraut rupfe und mal schaue, wie die Dinge so liegen.
    Außerdem (nicht lachen): beim Putzen, gerne auch beim Bügeln. Da gehen meine Gedanken spazieren, oft fallen mir da Sachen ein, die ich später bewusst weiter entwickle (bes. Unterrichtsthemen oder Ideen für Kunstwerke). Scheint so, dass die Hände beschäftigt sein müssen, damit der Geist sich entfalten kann.

    Das Gedankenkarussell zu stoppen ist jedenfalls unerlässlich. Ein gutes Gespräch, auch eines, bei dem ich überwiegend „nur“ zuhöre, ist auch so ein Stopp. Dann bin ich ganz bei meinem Gegenüber und vergesse meinen eigenen Kram, kann hinterher wieder neu drangehen.

    Wenn das Wesentliche eine Weile fehlt, werde ich ganz unzufrieden.

    Deswegen: herzlichen Dank, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben, wie ich es finden könnte.

    Viele Grüße, Ellen Löchner

    • Liebe Ellen Löchner, gefällt mir gut „Sie im Garten schon früh morgens … gießen, Unkraut zupfen und schauen, wie die Dinge so liegen“ … Schönen Morgen heute morgen.

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