Blog-Parade vom 20. April bis 7. Mai. Eine Kultur des Scheiterns entwickeln.

pak-tai-temple-wanchai-4Die Kunst des Scheiterns. Eine Kultur des Scheiterns entwickeln. Das Foto links ist im Pak Tai Temple in Hongkong entstanden. Der Löwe steht in China symbolisch für Glück und Kraft und ist das Logo für diese Aktion.

Ihre Meinung ist mir wichtig. Deshalb hier meine erste Blogparade, die bei blogparade.de angekündigt ist, zur aktuellen Zeit:  „Die Kunst des Scheiterns. Eine Kultur des Scheiterns entwickeln“: Inspiriert haben mich in den letzten Tagen die Beiträge verschiedener Unternehmerinnen in der aktuellen existenzielle, dem Magazin für Frauen in der Wirtschaft. Zu Wort kamen unter anderem Buchautorin und Coach Sabine Asgodom und Anne Koark. Sie hat das Buch geschrieben: Insolvent und trotzdem erfolgreich. Lesen Sie auch meinen viel diskutierten Blog-Artikel zum gleichen Thema.

„Eine Kultur des Scheiterns entwickeln. Wie gelingt uns sogar Freude am Scheitern?“ Scheitern will gelernt sein. Deshalb: Lassen Sie uns über das Scheitern reden. Überall herrscht Krisenstimmung.Am Finanzhimmel ziehen düstere Wolken entlang. Die Angst wird geschürt. Panikstimmung überall. Und doch geht unser Leben weiter, wir fahren in den Urlaub, genießen ein schönes Essen, lassen es uns gut gehen. Mutmacher-Blogparaden zum Thema „Krise als Chance“ werden ins Leben gerufen.

In meiner Blog-Parade suche ich nach mutigen Menschen, die das Scheitern einkalkulieren, die eine Kultur des Scheiterns mitfördern oder die bereits gescheitert sind und sich aufgerappelt haben. Denn in der aktuellen Krise erscheint es schwierig gleich wieder Mut zu haben und die Chance zu sehen. Welches Lebenstempo braucht es? Was ist das richtige Maß? Was können wir tun, damit Scheitern gesellschaftsfähig wird? Oder ist es das bereits? Was heißt eigentlich Scheitern? Und wieso ist Scheitern in unseren Köpfen nicht anerkannt? Die Diskussion hat begonnen. Lassen Sie sie uns hiermit fortsetzen.

Angst ist ein schlechter Berater, lese ich in der „existenzielle“. Wie können wir mit unseren eigenen Ängsten rund um das Scheitern konstruktiv, kreativ und gelassen umgehen. Wer hat eine „Geschichte des Scheiterns“ und schreibt darüber? Was haben Sie unternommen auf Ihrem Weg des „Aufrappelns“?  Wo stehen Sie heute? Was sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie uns. Erzählen Sie uns Ihre persönliche Strategie, verraten Sie uns Ihre Tipps. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich sehr gut, dass sich aus dem offensichtlichen Scheitern spannende neue Entwicklungen ergeben können. Lesen Sie hierzu meinen persönlichen Beitrag zum Thema “Auf was kann ich verzichten?” Ich meine, dass man in der akuten Krise nicht sofort die Chance sieht … da müssen erstmal Träume begraben und Ohnmacht verarbeitet werden. Dann geht es ums „Überleben“, um neue Wege und Schritte … in welchem Tempo eigentlich?

Ich wünsche mir Ihre Anregungen, Gedanken und Inspirationen. Sie sind interessant nicht nur für jeden Solo-Unternehmer sondern auch für uns Coaches. Wie begleiten wir ermutigend und fördern gar die Freude am Scheitern? Mut setzt sich meiner Meinung nach zusammen aus Löwenmut, Langmut (das ist Geduld) und Demut. Drei Herzqualitäten, die uns in Krisenzeiten gelassen bleiben lassen. Das wünsche ich uns.

So stelle ich mir das Ganze vor
Die „Kultur-des-Scheiterns-Blogparade“ läuft vom 20. April bis 7. Mai. Jeder, der mitmachen und gewinnen will, schreibt in dieser Zeit einen Beitrag zum Thema (minimum 140 Wörter) entweder auf dem eigenen Blog oder hier im Kommentarfeld. Am Ende trage ich die Beiträge alle zusammen und stelle sie Ende Mai zum kostenlosen Downlowd zur Verfügung. Teilen Sie mir bitte mit separater Mail an info(at)petraschuseil(dot)de mit, welchen der Preise Sie gewinnen möchten.

Das gibt es zu gewinnenEnde der Aktion ist Donnerstag, 7. Mai. Irgendwelche rechtlichen Möglichkeiten werden ausgeschlossen. Alle Beiträge erhalten nach der zeitlichen Reihenfolge des Erscheinens eine Nummer. Alle Nummern kommen in eine Lostrommel. Die Preise werden von meinem Mann gezogen. Ich werde ihm dafür die Augen verbinden. Die Gewinner werden am Freitag, dem 8. Mai in meinem Blog veröffentlicht.

Das Buch „Der Nasenfaktor“ von Heide Liebmann gesponsert mit persönlicher Widmung (Wert 29,90 Euro)

Das Buch von Anne Koark „Insolvent und trotzdem erfolgreich“ (vielleicht sogar mit persönlicher Widmung der Autorin) und ein Set „Sinnierkarten“ zum Thema Profession (Gesamtwert von 39 Euro)

Dagmar von Consolati, Diplom-Pädagogin, zertifizierter systemischer Coach und Trainerin aus Berlin bietet ein 60-minütiges Coaching.  (Wert 150,00 Euro). Live (Berlin und Umland)  oder per Telefon. Das Thema bestimmen Sie. 

Expertengespräch mit Ingrid Meyer-Legrand – Systemische Praxis_Coaching, Supervision & Therapie (Wert 150 Euro). Siehe auch bei changex.de. „Endlich ganz bei sich ankommen! Was das Aufwachsen Ihrer Eltern als Kinder in Kriegs- oder Flüchtlingszeiten mit Ihrem Leben zu tun hat.“

Zamyat M. Klein  ist Trainerin für Kreativitätstechniken und Train-the- Trainer und Autorin von bisher 12 Büchern zu diesen beiden Themen. Sie sponsert ihr E-Book „Vom Entscheidungsfrust zur Entscheidungslust. Es hat den Wert von 35,70 Euro.

Sinnberater Christian Mann aus Berlin sponsert: Sinnberatung: 2x 60 Minuten Einzelcoaching in meinen Räumen in Berlin oder 4×30 Minuten Telefoncosching (Wert 240 €)

Claudia Frey ist Psychotherapeutin und Coach in Heidelberg, unter anderem ist sie auf die Behandlung von Flugangst spezialisiert. Sie hat einen inzwischen sehr bewährten E-Kurs gegen Flugangst entwickelt, den Sie bei dieser Blogparade gewinnen können (Wert: 230 Euro): www.freyflug.de

Ein Set „Sinnierkarten“ zum Thema Entscheidungen (im Wert von 29 Euro)

Ein Set „Sinnierkarten“ zum Thema Herz und Sinn (im Wert von 29 Euro)

Die Preise werden am 9. Mai über „amazon“ bzw. dem Sinnier-Shop bestellt und verschickt. Das PDF zum Downlowd gibt es nach meinem china-by-bike-Urlaub Ende Mai. Ich wünsche allen, die mitmachen gutes Gelingen und viel Spaß und Glück beim Gewinnen.

53 Responses to Blog-Parade vom 20. April bis 7. Mai. Eine Kultur des Scheiterns entwickeln.

  1. […] durch eine Blogparade im Blog von Petra Schuseil hier ein kurzer und hoffentlich hilfreicher Artikel zu […]

  2. jofrix sagt:

    Was denn, bin ich der erste, der den Mut hat, auch mal über was negatives zu Schreiben?

    Danke für das tolle Thema!

    http://www.netjobbers.de/?p=401

  3. Hallo Johannes, ja, der erste … vielen Dank … die anderen warten sicher schon ungeduldig auf Montag, dem Starttag … Ich freue mich schon auf eine lebendige Diskussion. Herzliche Grüße 🙂

  4. Johannes sagt:

    Oha, war ich etwas zu schnell 😉

  5. […] Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade von Petra Schuseil zum Thema […]

  6. Ich freue mich auf viele spannende Beiträge, Zitate, Aufsätze. Alle, die mitmachen und einen der attraktiven „Preise“ gewinnen mögen, schicken mir bitte eine separate Mail an info(at)petraschuseil(dot).de.
    Ganz aktuell lese ich in der DKV impulse im Artikel „Entspannt auf den Gipfel“ einen Satz von Thomas Huber, stattl. geprüfter Berg- und Skiführer: Zum Erfolg gehört auch die Möglichkeit des Scheiterns“. Das macht ihn ja so wertvoll. Aber ist nicht auch jede Niederlage ein weiterer Schritt zum eigentlichen Ziel?! Es sind die oft absurden Widersprüche, die wir im Alltag erfahren und deren gegensätzliche Spannung erst den Boden bereitetet für die Umsetzung neuer Träume.“
    Und nun viel Spaß und einen guten Start in die Woche. Herzlicher Sonnengruß aus Hongkong.

  7. Scheitern?! Was ist denn das?! Hört sich doch erst mal negativ an. Scheitern heisst, etwas, was man sich vorgenommen oder gewünscht hat, nicht erreichen zu können. Wenn die tollte Geschäftsidee nach Jahren immer noch keinen Ertrag bringt – gescheitert! Keine dauerhaft liebevolle Beziehung, dafür eine endlose Reihe von Streit und Auseinandersetzungen bis hin zur Trennung – gescheitert! Eine schwierige Prüfung trotz langem Lernen nicht zu bestehen – gescheitert! Finanziell aufs falsche Pferd gesetzt zu haben, wirtschaftlich einen empfindlichen Verlust hinnehmen zu müssen – gescheitert!

    Scheitern?! Nein danke, das will ich nicht. Ich möchte meine Ziele erreichen, sofern ich mir welche sinnvoll gesteckt habe und ich möchte gerne bekommen, was ich mir wünsche, ich möchte erfolgreich sein, ich möchte Glück haben und auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Scheitern hat etwas mit Verlust und Niederlage zu tun. Und daraus eine Kultur entwickeln?! Ja was denn – sollen wir alle zum fröhlich strahlenden Versager werden?! Und dann halte ich eben noch die andere Wange hin…

    Als mich die Email von Petra mit der Einladung zum Mitschreiben erreichte, schossen mir sofort die eben angedeuteten Gedankengänge durch den Kopf. Scheitern ist schlecht, Scheiterer sind Versager, übers Scheitern spricht man nicht. Und solche Menschen – besonders mit gescheiterten Beziehungen – sind fürs Leben geprägt, meist zutiefst verletzt und kaum mehr vollkommen und unvoreingenommen beziehungsfähig. Völlig normal, oder?!

    Aber dann dachte ich weiter. Als Yogalehrer, als Entrepreneur, als Familienvater und als ‚Bewusstseins-Mensch‘ hier in China bin ich natürlich oft mit dem Thema des Scheiterns und den Auswirkungen auf Ego, Psyche, Seele, Familie, Beziehungen und Alltagsleben konfrontiert. Und wirklich, aus dem Scheitern kann man eine Kultur machen. Erst mal die negativen Gedankengänge und die Teufelsspirale rund um Ich-bin-es-nicht-wert-erfolgreich-zu-sein durchbrechen und verlassen zu können. Erst wenn man neutraler vor sich und dem Fakt des Scheiterns steht, kann man weitere Fragen stellen. Z.B. war das angestrebte Ziel überhaupt erreichbar?! Habe ich vielleicht die richtigen Dinge zur falschen Zeit gemacht?! Lag der Grund des Scheiterns ausserhalb meines Verantwortungsbereiches?! Was kann ich aus dem Scheitern lernen?! Wer steht denn trotzdem zu mir als ‚Gescheiterter‘?! Werde ich aus dem Scheitern denn wenigstens ‚Gescheiter‘ ?!

    Je mehr ich darüber nachdenke und die Gedanken und Worte fliessen lasse, komme ich zu der Einsicht: Das Scheitern ist an sich nicht schlecht – es ist nur ein Auseinanderfallen von Wunsch und Ergebnis, ein Auseinanderklaffen von angestrebtem Ziel und erreichten Resultat. Das wirklich Schlechte am Scheitern sind unsere Gedanken und die Verletzungen, die wir uns damit beibringen lassen.
    Von daher gehört viel Mut, sich das Scheitern einzugestehen und – wichtiger – sich aufzuraffen und sich auf ein erneutes Scheitern einzulassen. Das gilt im Berufsleben genauso wie im Privatleben.

    Ich wünsche allen, die im Grossen und Kleinen schon mal gescheitert sind, dass sie das Bewusstsein entwickeln, aus den gemachten Fehlern lernen zu können und dann den Mut und die Zuversicht bekommen, sich erneut auf die Risiken des Scheiterns einzulassen.

    Viele liebe Grüsse aus Shanghai,
    Jürgen Laske

  8. Liebe Frau Schuseil,

    bin zwar erst frisch gebackene Bloggerin und mit Paraden etc. noch nicht vertraut, aber bei Ihrer Aktion möchte ich mitmachen (selbst wenn ich scheitere, definier ich jetzt mal als = nix gewinne :-)! Ich werde zum Thema etwas auf http://experimentier-blog.im-blog.de/ veröffentlichen.

    Danke für die Anregung.
    Annja Weinberger

  9. Auch ehemalige Unternehmerinnen / Selbständige werden hier für ein Forschungsprojekt gesucht. Ehemalige – ob sie sich als Gescheiterte verstehen? Oder schon wieder aufgerappelt haben?

    Vielleicht will jemand mitmachen:
    Teilnehmer/-innen gesucht: Studie zur Biografie von aktuell tätigen und ehemaligen
    UnternehmerInnen und Selbständigen.
    Das Forschungsteam des Projektes Ladies First! bittet Sie um Ihre Unterstützung bei unserer
    aktuellen Studie zur Biografie von aktuell tätigen und ehemaligen UnternehmerInnen und
    Selbständigen.
    Ziel des im Rahmen „Power für Gründerinnen“ vom BMBF geförderten Projektes ist es, Frauen
    auf dem Weg in die Gründung zu unterstützen. Die Online-Erhebung dazu ist kürzlich gestartet
    und läuft noch bis zum 30. 04. 2009.
    Teilnehmen können aktuell tätige, aber auch ehemalige Gründerinnen und Gründer unter
    folgendem Link: http://www.gruenderumfrage.de
    Als Dankeschön ermöglichen wir allen TeilnehmerInnen, ihr Unternehmensportrait auf unserer
    Homepage online zu stellen.
    Außerdem können Sie Preise (1 Laserdrucker, 20 USB-Sticks) gewinnen.
    Weitere Informationen zum Projekt und zu den Vorerhebungen finden Sie unter:
    http://www.ladies-first.org

  10. Gesendet am 20.04.2009 um 15:54 von Sabine:
    Hallo zusammen,

    für mich steht fest: Es gibt in Deutschland keine Kultur des Scheiterns, keine zweite Chance wie in anderen Ländern Europas.

    Das ist zwar traurig, läßt sich aber vor den aktuellen Meldungen aus der Wirtschaft nicht anderes begründen!

    Mein Posting dzau:
    http://www.westaflex-forum.de/blogparade-kultur-des-scheiterns/

    Gruss!
    Sabine
    https://petraschuseil.wordpress.com/2009/04/08/kultur-des-scheiterns-ubers-scheitern-reden/#comments

  11. Da das bei mir mit dem Trackback nie funktioniert (schade, keine Ahnung warum), hier der direkte Link zu meinem ersten Beitrag zur Blogparade. Es wird noch ein zweiter Beitrag folgen.

    Im 1. beschäftige ich mich mit „Fehlern“ und unserem Umgang damit und stelle zwei andere Konzepte vor, wie man mit Fehlern auch umgehen könnte.

    Beitrag 1
    http://www.zamyat-seminare.de/blog/einzelansicht/2009/04/21/die-kunst-des-scheiterns-1-feh/

  12. für Deine Blogparade, liebe Petra, habe ich schon am 17. April auf meinem Blog einen Beitrag geschrieben, der sich mit einer positiven Fehlerkultur beschäftigt.
    Es ist DIE Voraussetzung, um aus „Fehlern“ und „Scheitern“ auch Nutzen zu ziehen. Denn Fehler und Scheitern bieten jede Menge Rohstoff, der wunderbarer Dünger für zukünftigen und zwar gut fundierten, robusten Erfolg bedeutet.
    http://livingflow.typepad.com/livingflow/2009/04/blogparade-f%C3%BCr-eine-zukunftsweisende-lernkultur-in-der-scheitern-erlaubt-ist-.html

  13. Aus Budapest erreicht mich folgende interessante Message:
    Guten Morgen nach Hongkong,

    Ihr Beitrag hat mir sehr gefallen, und ich werde mit diesen Blogs an der Parade teilnehmen:

    http://blog.wortwechsler.de/index.php?/archives/606-Der-Segen-des-Scheiterns.html

    http://liebepur.com/index.php?/archives/3533-Warum-sollten-Sie-eigentlich-nicht-scheitern.html

    Ich hoffe, es macht sie froh.

    Sollte ich gewinnen, schenken Sie mir bitte keine Sachpreise. – eine lobende Erwähnung ist mir lieber.

    Grüße aus Budapest

    Gebhard Roese

  14. Mein erster Kommentar war noch gar nicht mein Beitrag. Ich habe über das Scheitern im Marketing nachgedacht. Hier zu lesen:

    http://experimentier-blog.im-blog.de/marketing-etappen/vom-t-glichen-scheitern-beim-marketing

    Annja Weinberger

  15. Wir klagen über Krisen, wir machen uns Gedanken über die vermeindlich untergehende Weltwirtschaft, wir geben uns auf, weil uns der Alltag auffrisst, wir suchen nach dem Sinn in unserem Leben und finden ihn nicht. Oft ist das was uns ausmacht tief in uns drin. Es ist verschüttet, weil Menschen nicht an uns glauben, weil wir nicht die richtigen Abschlüsse haben, weil …

    Ich fand im wunderbaren weltweiten WEB folgende (erneut) anrührende Story, die mir den Atem nahm und vereinzelte Tränen zauberte, aber schauen Sie doch einfach selbst:

    Das Leben, dem wir hinterher rennen und oft nicht selbst in der Hand halten, es hält doch oft so manche Überraschung für uns bereit.

    Wir müssen lernen, uns nicht aufzugeben, den Weg den wir gefunden haben weiterzugehen oder mutig sein ihn zu finden. Halten Sie an Ihren Idealen, Träumen und Visionen fest!

    Bestimmen Sie Ihr Lebenstempo selbst, denn es ist nie zu spät ein erfülltes Leben zu leben.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Sinn Ihres Lebens finden!

    Herzliche Grüße

    Ihr Sinnberater
    Christian Mann
    http://www.sinnberater.de

  16. sehpferd sagt:

    Liebe Frau Schuseil,

    wie Sie bereits netterweise erwähnten, habe ich Ihr Thema auch auf der Liebepur aufgegriffen. Dabei geht es gar nicht ums Geschäft, sonder darum, dass wir auch bei der Partnersuche scheitern dürfen – und dass es vielleicht sogar gut für uns ist, öfter einmal zu stolpern, als irgendwann einmal in tiefe Löcher zu fallen.

    Es mag in Deutschland keine Kultur des Scheiterns geben – aber es gibt doch immer wieder Neuanfänge – und es gibt nicht nur eine zweite Chance, sondern auch noch viele weitere.

    Viele Grüße aus Budapest

    Gebhard Roese
    freier Schriftsteller
    (Webcontent)

  17. Liebe Frau Schuseil,
    mit dem Thema „Scheitern“ habe ich mich vor kurzem befasst:
    http://blog.monika-birkner.de/2009/ein-paar-gedanken-zum-scheitern/

    Heute habe ich noch einen anderen Text dazu veröffentlicht. Viel Erfolg mit der Blog-Parade.
    http://blog.monika-birkner.de/2009/sorgen-und-segnungen/

  18. Liebe Petra,
    in keinem Lebensbereich liegt Erfolg und Scheitern so nahe zusammen, wie beim Sport. Sport ist ja geradezu darauf angelegt und das mach seinen Reiz aus…
    Auch bei der Bewaeltigung des Scheitern zeigen Sportler besondere Qualitaeten, insbesondere Spitzensportler.

    Hier ein ganz besonders ausgepraegter Fall: Juergen Hingsen

    Hingsen wurde zweimal Vizeeuropameister und einmal Vizeweltmeister sowie einmal Olympiazweiter. Seinen bittersten Moment erlebte Hingsen am 28. September 1988 in Seoul (Olympische Sommerspiele). Nach einem Fehlstart-Festival war die Goldjagd Hingsens beendet, bevor sie eigentlich begonnen hat. Disqualifikation. Der Makel des ewigen Zweiten haftet ihm an, einem der besten Zehnkämpfer der Welt.

    Hier ein interessanter Artikel aus der FAZ ueber das Scheitern in Seoul:

    http://www.faz.net//s/RubAEA2EF5995314224B44A0426A77BD700/Doc~E522D0EF3BC6A4A26B4118AEFD34FB19A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  19. Heute erreicht mich der Coaching-Newsletter von Christopher Rauen. Er schreibt über „Fehler im Coaching“. Das paßt doch gut zum Thema: Hier ist der Link: http://www.coaching-newsletter.de/archiv/2009/2009_04.htm

    Mir gefallen diese Sätze: „Wer Fehler derart abwertet und sich selbst überfordert, vergisst das positive Element, das jedem Fehler innewohnt: Das Lernpotenzial.“ und „… den Prozess des lebenslangen Lernens anzunehmen.“

  20. Helmut sagt:

    Hallo Petra,

    gescheitert ist nur, wer sich unterkriegen lässt! Deshalb mach ich mir weiter nichts draus, dass ich das mit dem Trackback nicht hinkriege. Ich muss doch den Link deines Artikels bei „Trackbacks senden“ eintragen oder? Ist jedenfalls nichts passiert, deshalb hier der Link zu meiner Geschichte von einem konkreten Beispiel. Hoffe sie gefällt euch.

    http://helmutausravensburg.wordpress.com/2009/04/23/grose-zeiten-sind-immer-zeiten-in-denen-alles-schief-geht-theodor-fontane/

    • Lieber Helmut, danke für Deinen Mut uns mit Deinem Beispiel zu zeigen, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt. Es trauen sich nicht viele, über die aktuelle Krise zu sprechen oder zu schreiben. Denn es gibt viele Gefühle zu verarbeiten. Man muss sich neu finden, wie Du auch schreibst … Das mit dem Pingback ist nicht wichtig. Wir haben Deinen Link und können Deinen Artikel lesen. Vielen Dank. Schreib mir bitte noch, welchen der Preise Du gerne gewinnen magst. Ganz herzlich. Petra

  21. So, heute habe ich meinen zweiten Beitrag zur Blogparade geschrieben und da die persönliche Geschichte meiner zweijährigen Arbeitslosigkeit erzählt. Fand ich selbst noch mal spannend, das so aus der Rückschau und mit dieser Fragestellung zu sehen. War das Scheitern?

    Lesen Sie selbst:
    http://www.zamyat-seminare.de/blog/einzelansicht/2009/04/23/die-kunst-des-scheiterns-2/

  22. Ein interessanter Artikel, der zum Thema paßt und genau die jetzige Lage für viele Banker beschreibt … das ist Krise .. angebliches Scheitern .. Mut machen … wie begegnen wir diesem Thema? Wie können wir die Betroffenen stärken?

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/abgestuerzte-helden-die-bankerkrise;2227676;0

  23. Das Glück entsteht oft durch Achtsamkeit in kleinen Dingen.“ (China)

    In diesem Sinne beende ich den heutigen interessanten Tag. Ich danke allen, die hier gelesen und geschrieben haben. Morgen am Freitag werde ich den ganzen Tag in China sein. Ich fahre mit Freunden zur Grenze nach Shenzhen. Von dort werden wir weiter fahren in das Künstlerdorf Dafeng. Ich werde berichten und ggfs. Kommentare und Beiträge zur Blogparade erst gegen 14 Uhr MEZ frei schalten können. Gute Nacht.

  24. Claudia Frey sagt:

    Die Angst vorm Scheitern hindert uns daran, wirklich (im inneren wie im äußeren SInne) erfolgreich zu sein, ist meine These: http://tinyurl.com/cy2jzv

  25. Meine Gedanken zum Start in die zweite Woche: Wir lesen immer wieder über die Chancen in der Krise. Mir gefällt auch die Betrachtung, die Krise als Weg anzuerkennen. Meist stellt sich so ein Weg als sehr beschwerlich und auch weit dar. Die Krise gestaltet sich nicht kurzweilig sondern es braucht einen langen Atem und Geduld. Auf jeden Fall passen Krisen oder das Scheitern oftmals gar nicht in das Lebenskonzept. So habe ich es ja schon beschrieben in meinem Artikel „Auf was kann ich eigentlich verzichten?“ Meist entsteht in dieser „Wüstenzeit“ etwas Neues. Wir müssen uns von Träumen oder gar falschen Idealbildern verabschieden. Wir werden authentisch, ruhig und selbstsicher. Es ist eine Entwicklung hin „zu mir selbst“ – einem Geburtsprozess vergleichbar? In der Wirtschaftskrise um die Jahrtausendwende habe ich Hoffnung und Mut gefunden in drei Aussagen, lachen Sie nicht, die in der Bibel im Buch Lukas stehen: „Wenn Du bittest, wird Dir gegeben, Wenn Du fragst, werden Dir Antworten gegeben, wenn Du an eine Tür klopfst, wird sie Dir aufgemacht“ … so in etwa habe ich es behalten. Ich will jetzt gar nicht nach dem Original-Text schauen und es prüfen. Wir sind nicht immer nur stark und selbstbewußt und optimistisch. Wenn wir uns auch in unseren Schwächen anerkennen und uns anderen so zumuten, dann erfahren wir tiefste Menschlichkeit, Menschen, die sich mit ihren Herzen öffnen. Haben Sie diese Erfahrung auch gemacht? Niemand hat uns versprochen, dass das Leben einfach geht, oder? Im Büchlein von Pierre Stutz „50 Rituale für die Seele“ lese ich im 40. Ritual: Es kann hilfreich sein, einen Gedanken wie „ich darf scheitern“ an den Kühlschrank oder in den Terminkalender zu kleben. Nimmt dieser Satz nicht enormen Druck weg? Unser Leben ist Freud und Leid, ist Gesundheit und Krankheit, ist ein Auf und ein Ab … wir leben durch unsere Gegensätze … also: Im Erfolg auch das Scheitern einkalkulieren ….

  26. Mein „Wort/Beitrag zum Sonntag“ 😉

    Wer liebt den Frühling nicht!? Was wir von ihm lernen können: Ein mögliches Scheitern von vornherein gleich einkalkulieren, und dem Projekt/Ziel durch Vielfalt und Üppigkeit so zum Erfolg verhelfen.
    Dazu einige Gedanken auf meinem Blog:
    http://livingflow.typepad.com/livingflow/2009/04/vom-fr%C3%BChling-lernen-%C3%BCppigkeit-und-ein-paar-blindg%C3%A4nger-werden-einkalkuliert.html
    ..und herzliche Grüße aus Berlin

  27. Alle Kommentare zu diesem Artikel:
    http://blog-parade.de/2009/04/blogparade-eine-kultur-des-scheiterns-entwickeln/#comments
    Dieser Beitrag kommt von A.Zeiss

    Eine „Kunst des Scheiterns“ zu entwickeln – das kann kaum ein Ziel sein. Sicherlich, den Umgang damit kann man üben und dabei selbst wachsen, ebenso die Fähigkeit, mit einem Scheitern zu leben. Das ist wichtig. Nicht aber, das Scheitern in Ziele zu inkludieren oder es gar selbst zum Ziel zu machen. Die Frage: “ Was ist, wenn es schiefgeht“ – die sollte man immer beantworten können – denn die Folgen sind oft andere als man denkt – gerade wenn man aktiv bleibt und selbst im Scheitern noch steuert. Unternehmen wie einzelne Personen sollten Ihren Mitarbeitern oder sich erlauben, aus EINEM Grund auch EINMAL zu scheitern. Und dies vor allem mit Erkenntnisgewinn und Entwicklung zu verbinden. Denn, egal wie stark eine Kultur des Scheiterns etabliert wird, wie sehr man Scheitern gesellschaftsfähig macht: Ziele, deren Erreichung und entwicklung sind wichtig, für jeden einzelnen, für Unternehmen wie auch unsere Gesellschaft als solche. Und Scheitern dient dem durchaus… um beim nächsten Versuch erfolgreicher zu sein. Jemanden, der gescheitert ist, als schwach zu bezeichnen, dass ist nicht sinnvoll. Schon gar nicht, wenn er wieder aufgestanden ist, an seiner (persönlichen) Krise gereift ist und nunmehr einen (anderen) Weg erfolgreich bewältigt…

  28. […] 2. Woche der Blog-Parade. Eine Kultur des Scheiterns entwickeln. Ich freue mich über die rege Diskussion und die interessanten Beiträge zu meiner ersten Blog-Parade zum Thema: “Eine Kultur des Scheiterns entwickeln”. Bitte hier entlang zu allen Beiträgen. […]

  29. cindylooia sagt:

    Da ich gerade in einer fiesen Trennungsgeschichte stecke, ist das Thema Krise für mich derzeit auch sehr aktuell. Darum habe ich einen weiteren Beitrag geschrieben, der auch zum Thema der Blogparade passt:

    http://cindylooia.wordpress.com/2009/05/03/was-tun-wenn-man-nicht-weiter-weis/

    Für die Gewinne, habe ich leider überhaupt keine Verwendung. Es wäre schön, wenn sie jemand bekommt, der sie gebrauchen kann.

  30. Und noch ein Beitrag von mir, dieses Mal über die befreiende Seite des Scheiterns, mit dem Titel:

    „Fehler, ja sogar Scheitern können befreien, wenn…“

    http://livingflow.typepad.com/livingflow/2009/05/fehler-und-sogar-scheitern-k%C3%B6nnen-auch-befreien.html

    Dir liebe Petra und allen LeserInnen wünsche ich eine schöne Woche!

  31. Liebe Petra,
    Du hast eine spannende Debatte angeregt. Hier nun mein Beitrag dazu:

    Was für die Raupe das Ende der Welt ist, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling….

    So könnte man auch über das Scheitern schreiben. Klar! Aber… Wenn Menschen in meine Praxis wegen eines Coachings oder einer Therapie kommen, dann haben sie häufig eine andere Sicht auf die Dinge. Viele haben den Eindruck, dass ihrem Leben aufgrund der permanenten Umbrüche und Wendepunkte etwas Provisorisches und oft genug auch etwas Chaotisches anhaftet. Wer sich dabei nicht als „selbstwirksam“ erlebt, also für sich etwas Notwendiges bewirken kann, empfindet dies als große Belastung. Als Coach und Therapeutin habe ich mit Menschen zu tun, die manchmal nach Zeiten ernormer Anstrengungen unter solchen Belastungen zusammenbrechen. Scheitern. Hier allzu schnell mit der Idee des Scheiterns als Chance zu kommen, hat etwas, das wir alle vielleicht noch aus Kindertagen kennen, wenn wir hingefallen sind: „Hat ja gar nicht weh getan!“, hieß es dann von Seiten der Erwachsenen. Doch, es hat weh getan. Scheitern tut weh. Da gilt es u. U. das Abrutschen in eine prekäre Situation abzuwehren, die Gesundheit wieder herzustellen, Beziehungsabbrüche zu verhindern und Beziehungen anders zu gestalten etc. Dies zunächst einmal anzuerkennen, heißt für mich, die Bemühungen der Einzelnen, ihre unendlichen Anstrengungen, ihre Träume und Hoffnungen, zu würdigen und wertzuschätzen. Kurz gesagt: Ihrem Scheitern mit Respekt zu begegnen. Als Experten ihrer selbst wissen sie zumeist auch, worin ihre (neuen) Chancen bestehen und versuchen, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. Sie in diesem Prozess zu begleiten, bedeutet für mich vor allem, ihnen eine Sicherheit dahingehend zu vermitteln, sich Zeit nehmen zu dürfen für die Reflektion ihrer Situation, sich auch Zeit zu erlauben, über das gescheiterte berufliche oder private Projekt zu trauern und zwar so lange,wie sie es brauchen. Vor allem mache ich deutlich, dass der Einzelne – in diesen Zeiten der Instabilitäten schon gar – nicht alles unter Kontrolle hat. Das ist für diejenigen, die gescheitert sind, eine große Entlastung und stoppt meist sofort den selbstabwertenden Dialog.
    Daher gilt für mich sowohl hinsichtlich des Erfolgs als auch des Scheiterns: Jeder ist nur bedingt seines Glückes Schmied.

    Ingrid Meyer-Legrand
    Systemische Praxis_Coaching, Supervision & Therapie
    Berlin & Brüssel

  32. Ulf Runge sagt:

    Liebe Petra Schuseil,

    ich habe vor wenigen Stunden über Heide Liebmann diese reizende Aufgabe für eine Blogparade entdeckt.

    Mein Beitrag findet sich hier: http://ulfrunge.wordpress.com/2009/05/06/kleine-scheiterung/

    Danke und herzliche Grüße,
    Ulf Runge

    P.S.: „Du“ ist okay für mich. „Sie“ auch.
    Even „you“. 🙂

  33. Heide sagt:

    Da war Ulf schneller als ich mit seiner Meldung, obwohl er nach mir teilgenommen hat ;-).

    Hier ist mein Beitrag:
    http://www.heide-liebmann.de/blog/2009/05/05/das-stehauf-frauchen/

  34. MCarla sagt:

    Hallo Petra,

    fast gescheitert, aber auch nur fast. Hier mein Beitrag zu deiner Blogparade:

    http://der-lebensunternehmer.de/leben-und-leben-lassen/gescheitert-oder-doch-nicht/

    Liebe Grüße Mario

  35. […] Liebmanns Blog und ihre persönliche Geschichte vom Stehauf-Frauchen habe ich von der Blogparade Eine Kultur des Scheiterns entwickeln auf Petra Schuseils Blog Lebenstempo erfahren. Und heute, als ich ein paar alte Notizen sortierte, […]

  36. nimrouz sagt:

    Liebe Petra Schuseil,
    über Heide Liebmanns Blog erfuhr ich von dieser schönen Blogparade. Und weil ich noch 17 Minuten Zeit habe, möchte ich mich gerne noch anschließen mit meinem Beitrag, der sich hier findet: http://nimrouz.wordpress.com/2009/05/06/vom-fehlermachen/
    Und zum Abschluss noch ein Zitat von Ute Lauterbach (man möge mir verzeihen, falls es schon erwähnt wurde – ich werde die anderen Beiträge erst nach und nach lesen): „Oben auf dem Scheiterhaufen werden die höchsten Erfolge gefeiert.“
    Herzliche Grüße
    Anke Modrow

  37. Liebe Petra,

    zum Abschluss Deiner Aktion noch ein weiterer Beitrag von mir: Hilfreich ist,
    unterscheiden zu können, wann ist Fehlertoleranz sinnvoll, wann eher das Streben nach Perfektion?
    Ich habe ein interessantes Video von Prof. Kruse gefunden und auf meinem Blog veröffentlicht.
    http://livingflow.typepad.com/livingflow/2009/05/warum-fehler-manchmal-gut-und-manchmal-schlecht-sind-prof-kruse.html

    Liebe Grüße nach Hongkong!

  38. In meinem „ersten Leben“ war ich Psychotherapeutin. Da wird einem das Scheitern vertraut, denn es kommen ja Klienten, die an irgendetwas gescheitert sind und dennoch nicht aufgeben. Nun arbeite ich seit vielen Jahren als Coach, und diese Vertrautheit mit dem Thema Scheitern ist da oft hilfreich. Man glaubt ja nicht, wie verbreitet Schuldgefühle bei Klineten sind, weil sie trotz allem „Die-Dinge-Richtig-Machen“ und trotz allen positiven Affirmationen nicht den Erfolg erleben, den sie sich erhofften.
    Ich habe lange in den USA gelebt, und bei allem mitreißenden Optimismus, den ich dort schätzte, geht mir dieses Marktschreierische mächtig auf die Nerven. Guckt Euch mal die Websites der Motivations- und Marketing- Gurus an: Grauselig. (Bitte, bitte liebe Kolleginnen und Kollegen, lasst uns ein bisschen von dem deutschen Tiefsinn bewahren, den man uns im Ausland gelegentlich vorwirft)
    Als ich Skifahren lernte, musste ich zuerst das Fallen lernen. Das kam mir merkwürdig vor: noch kein bisschen den Berg runtergefahren, und erst mal im Stehen fallen lernen??? Der Skilehrer erklärte: Wenn Du als Anfänger völlig ungeübt losfährst, liegst Du mit Sicherheit schnell auf der Nase. Also üben wir erst, wie Du dann wieder hochkommst, denn Du willst ja auf deinen Füssen und nicht mit dem Allerwertesten weiterkommen.
    Das fand ich eine wunderbare Metapher für alles, was man in Angriff nimmt: Bei aller Erfolgs- Orientierung und bei allem positiven Denken das Scheitern als völlig normal mit einzukalkulieren.
    In den psychotherapeutischen Ausbildungen lernte ich dann mehrere Sätze kennen, die mich seit vielen Jahren im eigenen Leben und auch in meiner Coaching- Arbeit begleiten. Die Familientherapeutin Virginia Satir betonte immer, es gehe darum, „to turn shit into fertilizer“. Scheiße zu Dünger, ein altes landwirtschaftliches Prinzip. Wo gelebt wird, gibt es nun mal Mist 😉
    Und den als Dünger zu nutzen, ist auch beim Coaching eine wunderbare Strategie.
    Dann fand ich vor vielen Jahren den Satz „Wer hoch hinaus will, muss erst fallen lernen“. Erinnert ans Skifahren. Ist eben auch beim Fallschirmspringen so: Erst fallen lernen. Sehen wir doch das Fallen, das Scheitern als wichtige Kompetenz an, um den Höhenflug wagen zu können!
    Und das chinesische Weisheitsbuch I Ging und das leider überstrapazierte Zeichen Yin und Yang kennen diese tiefe Weisheit auch: Es gibt kein Weiß ohne Schwarz, kein Schwarz ohne Weiß. Leben heißt Polarität (… und wer keinen Mist ausscheiden kann, stirbt !)
    Wenn man Lebensläufe über längere Zeit zurückverfolgt, stellt man oft fest, dass eine Situation, die zu einem bestimmten Zeitpunkt totales Scheitern bedeutete, die Weichen stellte zu etwas besserem. (Unter anderem daher motiviere ich Menschen zum Tagebuchschreiben. Man bekommt eine gelassenere Einstellung zum vermeintlichen Scheitern)
    Scheitern bedeutet in der jetzigen vielbeschworenen Krise nach aller Erfolgs- Hektik die Chance, in Ruhe innezuhalten. Aufs Wesentliche zu kommen. Dass im chinesischen Wort für „Krise“ auch das Wort „Chance“ stecken soll, stimmt übrigens so nicht. Ich habe einen kompetenten Sinologen danach gefragt. (Und hier im Blog haben wir ja auch eine kompetente China- Kennerin … vielleicht steht ja auch schon hier irgendwo etwas zum Thema Krise und Chance im Chinesischen Wort? Und ich hab´s bloss noch nicht gelesen)
    Aber die schlichte europäische, nämlich griechische Herkunft des Wortes „Krise“ reicht ja auch: Entscheidung, entscheidende Wende.

  39. Liebe Anke Modrow,

    Fehler zu machen, gar zu scheitern, war für diese Generation, zu denen Ihre Eltern gehören, in der Tat äußerst bedrohlich, denn sie hatten gerade das größte Scheitern des Jahrhunderts erlebt… mit allen Konsequenzen: Armut, Schuld auf sich geladen zu haben, Flucht und Vertreibung etc.
    Dass sich vor diesem lebens-geschichtlichen Hintergrund Glaubenssätze herausbilden, die eher auf Sicherheit und Vorsicht gehen, ist kein Wunder. Und auch so ein Satz: Das haben schon ganz andere nicht geschafft… , bekommt plötzlich einen anderen Klang. Spricht aus dieser Haltung nicht auch ganz viel Sorge, eine große Fürsorge für das Vorankommen der eigenen Kinder? Mir scheint es zumindest so, wenn ich mir Ihren kleinen Dialog ansehe: „Hast du mir das früher auch gesagt?“, frage ich. „Nein, aber jetzt bist du ja erwachsen, jetzt kann ich dir das ja sagen.“

    In meiner Arbeit als Coach und Therapeutin, in der ich eine Verbindung zwischen dem Aufwachsen unserer (Groß-)Eltern in Kriegs- und Flüchtlingszeiten und dem eigenen Leben deutlich mache, geht es mir darum zu erkennen:

    – wie die Glaubenssätze aussehen, die uns leiten
    – woher sie kommen und die Herkunft wertschätzen
    – und wie wir sie für uns neu formulieren können.

    Ein Resultat wäre zum Beispiel: Obwohl ich mir das alles erst mal durch den Kopf gehen lassen will, kann ich schon beschwingt an der einen oder anderen Stelle mit meinem Projekt beginnen.

    Herzliche Grüße

    Ingrid Meyer-Legrand

    Systemische Praxis_Coaching, Supervision & Therapie
    Berlin & Brüssel
    Siehe : XING oder CHANGEX

  40. Caya Ersfeld sagt:

    Liebe Petra,

    das Thema Deiner Blogparade finde ich ungeheuer spannend.

    Beim Wort „scheitern“ geht es mir wie Heide. Ich mag es nicht, weil es so endgültig klingt. Dennoch hat man mir das Scheitern etliche Male vorausgesagt und vorgeworfen: Schon in der Oberstufe habe ich eine Ehrenrunde hingelegt, um dann nach dem Abitur fast ein Jahr zu brauchen, um mich zu entscheiden, was ich eigentlich beruflich machen will. Als ich dann die Chance hatte, in Rom Modedesign zu studieren, habe ich zugegriffen. Die Zeit in Rom möchte ich nicht missen, aber das Studium war nicht das, was ich erwartet hatte, weshalb ich nach drei Jahren das Studium abgebrochen habe und nach Deutschland zurück gekehrt bin. An dem Punkt war ich in den Augen aller möglichen Leute, die es anging oder auch nicht, bereits gescheitert. Ich hatte eine mittelschwere Depression, eine Sinnkrise und große Angst vor der Zukunft.

    Nach einigem Probieren mit Jobs und Praktika habe ich dann noch einmal Modedesign studiert, dieses Mal auch mit Abschluss an der Berufsfachschule. Nur: Dann hat mich der Beruf nicht mehr interessiert. Ich habe also wieder gejobbt. Dieses Mal als Sekretärin bei Mercedes-Benz. Inzwischen hatte ich mir in einer Psychotherapie professionelle Hilfe geholt. Von der Psychotherapie war ich so überzeugt, dass ich beschloss, meinen alten Traum, Psychologie zu studieren, doch noch zu wagen. (Trotz der Warnungen: Das ist so viel Mathe, das packst Du NIE!)

    Nach einem Jahr als Sekretärin habe ich also geheiratet, um den begehrten Studienplatz in Tübingen zu bekommen. Dort habe ich dann Psychologie studiert und mein Studium damit finanziert, an der Volkshochschule und später auch in Firmen jede Menge Kurse, vor allem aber Computerkurse zu geben. Zu der Zeit war ich und fühlte ich mich erfolgreich. Die Aufträge kamen zu mir, wow!

    Dann kamen Diplom-Prüfungen und Mutterschaft. Es ist wunderschön, Mutter zu sein und ich möchte auch das nicht missen. Aber hauptberuflich Familienfrau und nebenberuflich selbständig zu sein, ist eine Aufgabe, an der ich fast verzweifelt wäre. Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten auf dem Land sind wenig flexibel, Kinderbetreuung für Kinder unter 3 Jahren gab es gar nicht, im Kindergarten musste mein Sohn zum Mittagessen immer nach Hause geholt werden und in der Grundschule gab es dann auch nur eine Betreuung bis um 13.00 Uhr.

    Mit einem ebenfalls selbständigen Mann waren dann die Möglichkeiten, teurere Betreuungen wie Tagesmutter zu leisten nicht drin. Und so habe ich mich einige Jahre, ich muss es wirklich so sagen, dahingeschleppt. Kind, Haushalt, therapeutische Fortbildungen und Selbständigkeit. Viel Arbeit, wenig Geld. Und immer die Frage: Wieso schaffen es andere zu finanziellem Erfolg und ich nicht?

    Heute bin ich psychotherapeutisch tätige Psychologin, die diese Dienstleistung ausschließlich als Privatleistung anbietet. Und ich bin deutlich im Aufwärtstrend, fühle mich erfolgreich und freue mich ungeheuer darüber. Zeitlich bin ich ungeheuer eingespannt, immer knapp an dieser Ressource, aber meine Arbeit macht mir große Freude.

    Was hat geholfen? Zum einen meine Zähigkeit. Ich habe gelitten, mir Selbstvorwürfe gemacht, Vorwürfe von allen möglichen Leuten bekommen, mich wenig unterstützt gefühlt, ABER ich habe nie aufgegeben, sondern mich zäh für meine Ziele eingesetzt. In all den Jahren, in denen ich mich erfolglos gefühlt habe, habe ich wichtige Grundlagen für meinen jetzigen Erfolg gelegt, wichtige Dinge gelernt. Und außerdem war ich erfolgreich, nämlich als Mutter. Und das ist mir sehr wichtig, ich hatte das bloß nicht als Erfolg definiert.

    Dann habe ich begriffen, dass erfolgreiche Mütter, mit denen ich mich ja verglich, aus welchen Gründen auch immer, unternehmerisches Know-how hatten. Das hat mich zu der Entscheidung geführt, mir Unternehmensberatung zu nehmen. Das war sicher die wichtigste praktische Entscheidung. Und dann haben die Zeit und die veränderte Politik in Kinderfragen in Deutschland insofern geholfen, als es jetzt eine Ganztagesbetreuung für Kinder bei uns gibt und mein Sohn so alt ist, dass ich ihn ohne schlechtes Gewissen dort hin schicke.

    Wenn ich mir meine Geschichte ansehe, wird mir klar, dass ich mich auf meine Kraft und Beharrlichkeit in der Verfolgung meiner Ziele verlassen kann. In der nächsten Krise hole ich mir schneller professionelle Hilfe, z.B. in Form von Coaching. Und ich wertschätze das, was ich jetzt schon habe, mehr als ich das in vergangenen Jahren konnte.

    Herzliche Grüße

    Caya

    Caya Ersfeld
    Diplom-Psychologin
    Systemische Familientherapeutin
    Hypnotherapeutin
    Ritualberaterin

    Praxis für Systemische Therapie, Hypnotherapie und Ritualberatung
    http://www.caya-ersfeld.de

  41. […] las ich beim Hagebuttensenf einen schönen Beitrag zu Petra Schuseils Blogparade Eine Kultur des Scheiterns entwickeln. Nimrouz zitiert ihre Mutter, die neulich sagte: “Fehler sind dazu da, dass man sie […]

  42. Heide sagt:

    Und noch ein Beitrag von mir:
    http://www.heide-liebmann.de/blog/2009/05/07/wo-gearbeitet-wird-passieren-fehler/
    Danke an Anke für die Inspiration!

  43. Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch und viel Spaß und Erfolg mit den gewonnen Preisen. Mehr zum Gewinner-ziehen hier https://petraschuseil.wordpress.com/2009/05/08/die-gewinner-der-blog-parade/

    Das Buch „Der Nasenfaktor“ von Heide Liebmann gewinnt eine nette Schreiberin alias Helmut aus Ravensburg

    Das Buch „Insolvent und trotzdem erfolgreich“ von Anne Koark gewinnt Heide Liebmann, Düsseldorf

    Die Sinnierkarten „Profession“ gewinnt Dagmar von Consolati, Berlin

    Ein Telefoncoaching mit Dagmar von Consolati gewinnt Frau Dr. Elisabeth Mardorf, Bad Essen

    Das Expertengespräch mit Ingrid Meyer-Legrand gewinnt Anke Modrow

    Eine Sinnberatung mit Christian Mann gewinnt Johannes Frisch

    Ein Set Sinnierkarten rund um „kraftvolles Entscheiden“ gewinnt Claudia Frey, Heidelberg

    Ein Set Sinnierkarten für Sinn und Herz gewinnt mein lieber Freund Jürgen Laske in Shanghai

    Einige Autorinnen und Autoren haben keinen Wunsch geäußert. Wer dies noch nachholen mag, kann dies gerne heute noch tun. Zwei Preise stehen noch aus:

    Das E-Book von Zamyat M. Klein: Vom Entscheidungsfrust zur Entscheidunglust.

    Von Claudia Frey gibt es einen Online-Kurs gegen Flugangst zu gewinnen.

  44. […] Zu allen Beiträgen der Blog-Parade hier entlang. […]

  45. […] Fazit der Blog-Parade “Eine Kultur des Scheiterns entwickeln” Die Blog-Parade “Eine Kultur des Scheiterns entwickeln. Über das Scheitern reden” begann am Montag, dem 20. April. Gestern am 7. Mai war Einsendeschluss. Nun ist sie beendet. Ich […]

  46. Helmut sagt:

    Liebe Frau Schuseil,

    eben komme ich aus der Toskana zurück (Ablenkung tut gut) und finde eine schöne Überraschung im Postfach, nämlich dass ich Gewinner eines Buches bin. Herzlichen Dank!

    Ich habe noch einmal in den einzelnen Beiträgen gelesen und Manches gibt Denkanstöße. Ich hatte nie Zweifel, dass Verlorenes durch Neues ersetzt wird, doch es liegt an uns, wie wir dieses Neue gestalten. Diese Aufgabe kann Angst machen. Gut ist es deshalb, in solchen Zeiten Menschen zu haben, die uns eine Zeitlang an der Hand halten und vielleicht ein Stück mitgehen, damit wir den Mut nicht verlieren.

    Beste Grüße!

  47. Von Dr. Gisela Matthiae geschrieben, Gelnhausen
    http://www.clownin.de
    Von wegen: schöner scheitern! Das kann mir niemand vormachen. Heutzutage wollen alle erfolgreich sein. Schlappen werden vertuscht. Misserfolge zu Erfolgen oder zumindest zu Teilerfolgen umgemünzt.

    Sie sind liebevoll, herzlich, voller Gefühl, aber frei von antrainiertem Wohlverhalten. Ganz aus Versehen geht alles schief. O je!
    Kindliches Spiel, kreativ, schöpferisch. Immer ganz da, präsent und im Kontakt.
    Ich gehe manchmal direkt auf Menschen zu und verblüffe sie damit.
    Aber wenn mir ein Auftritt misslingt, wenn ich mal nicht ankomme beim Publikum; wenn bei einem Workshop die Leute auf einmal unwillig werden, weil ich zu viel geredet habe, wo sie doch spielen wollten; wenn ich mich bei einem Fachvortrag verheddere….das ist natürlich nicht nett! Es dauert ein Weilchen, bis ich dann wieder ein wenig Abstand gewonnen habe und erleichtert darüber sein kann wie wohltuend es ist, dass wir nicht perfekt sind. Alles andere wäre sooooo langweilig.

  48. Claudia Frey sagt:

    Liebe Petra, beim Stöbern in all diesen tollen Beiträgen habe ich noch einmal angefangen, über das Scheitern nachzudenken. Hier nachzulesen, wenn Du willst: http://tinyurl.com/pbswn9

  49. […] Mai 2009 Ich habe an Petra Schuseils Blogparade zur Kultur des Scheiterns teilgenommen. Und einen wunderbaren Preis gewonnen: ein Coaching bei […]

  50. […] PDF bzw. E-Book der Blog-Parade ist fertig Ich habe alle Beiträge der Blog-Parade “Eine Kultur des Scheiterns entwickeln. Über das Scheitern reden” zu einem kleinen E-Book zusammen gestellt. Im Moment weiß ich noch nicht, wie ich das E-Book hier […]

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