Letzten Samstag habe ich an der ICF Jahreskonferenz teilgenommen. Freitags bin ich schon angereist und habe mit Heide Liebmann, meiner geschätzten Coach-Kollegin in Sachen Nasenfaktor und Positionierung einen schönen Abend mit leckerem Essen in der Altstadt verbracht. Morgens habe ich einige Runden im Swimming-Pool des Konferenzhotels gedreht, was ich für meine gute Laune und meine Fitness wichtig fand. Ein langer Tag mit Sitzen stand bevor.
Hier können Sie noch einmal zum Programm des ICF Jahreskonferenz klicken. Das Thema der Konferenz: Coaching 2.0 – The Future of Coaching.
Zunächst gab Giovanna D’Alessio in Englisch einen Überblick über die aktuelle Situation des ICF, z.B. die Wahrnehmung des Verbandes in den verschiedenen Ländern. Da dürfen die Zahlen durchaus noch wachsen. Und wir lernten, dass in Indien das Kürzel ICF für “Indian Cricket Federation” steht, was herzliche Lacher auslöste. Der Ausblick in die Zukunft bestätigte, dass Klienten immer mehr nach dem Sinn in ihrer Karriere suchen werden als nach Erfolg. Der ganzheitliche Blick ist wichtig und gefragt.
Professor Harald Geißler gab einen Eindruck über Coaching mit modernen Medien und stellt ein von ihm entwickeltes textbasiertes Tool im Internet vor, das durch Telefoncoaching begleitet wird. Klicken Sie hier zu Virtuelles Coaching.
Slatco Sterzenbach, Lebenskraft Consulting, war als Keynote Speaker das eindeutig klare Highlight der Veranstaltung. SS war 7facher Ironman-Finisher und begann seinen Vortrag damit, dass neben ihm in Hawaii ein seniorer Herr am Start stand, was ihn zutiefst beeindruckte. Uns beeindruckte in seiner Präsentation ein Ausschnitt aus einem Werbespot: Von der Geburtssituation fliegt der Säugling wie ein Pfeil in den Himmel, umkreist die Erde, wird zum Jungen … Jüngling … Mann … Greis und fällt mit rasender Geschwindigkeit und Krach ins Grab auf einem Friedhof.
Das Leben ist kurz!
Wie wahr. Wie wollen wir alt werden? Fit und gesund oder im Rollstuhl landen?
Und so ging es inhaltlich in seiner Rede um die Frage: “Heute schon etwas für die Fitness getan, um auch im Alter fit und gesund zu sein”? Oder verzichten Sie auf leckeres Mittagessen, ein kurzes Mittagsschläfchen und das tägliche Bewegungsprogramm? Über verschiedene Coachingtools wie den Burnout-Kreislauf, Werteanalyse und das Lebensrad (wheel of life) näherte er sich den Sinnfragen, wie z.B. “Worauf bin ich stolz?” “Was ist mein Lebenstraum” undsofort …. Slatco Sterzenbach hat alle begeistert und emotional berührt. Was kann ich heute tun, um meinem Lebenstraum näher zu kommen? Der Vortrag endete damit, dass er uns von dem alten Herrn in Hawaii erzählte, der mit über 15 Stunden das Ziel erreichte und das bei Tagestemperaturen von über 40 Grad. Mein Fazit daraus: Wenn ich etwas erreichen will, dann schaffe ich es! Was braucht es dazu? Durchhaltevermögen, eine Vision, Zähigkeit, Ausdauer …. und 2 x 15 Minuten in der Woche Krafttraining für den Muskelaufbau.
Dr. Rald Borlinghaus von BORA Consulting informierte uns über TeleCoaching – Die neue Dimension des Coachings. Ein neues Wort habe ich gelernt: Auf Ohrhöhe mit dem Klienten sein … da fühlte ich mich sehr angesprochen und freue mich über die wertvollen Telefonminuten mittwochs, die ich meinen interessierten Lesern und Hörern regelmäßig schenke
Es steht einiges für das Telefoncoaching, es braucht besondere Methoden, um mein Gegenüber “dran-bleiben zu lassen” und es gibt natürlich auch Grenzen. Der nächste Termin für die wertvollen Telefonminuten am 6. April.
Verschiedene Workshops wurden angeboten am Nachmittag. Leider viel zu kurz. Nur eine Stunde war Zeit und Raum für die 8 verschiedenen Workshop-Themen. Welche Bedeutung hat interkulturelle Kompetenz im Coaching? – war mein Thema. Die Referentin und meine geschätzte Coach-Kollegin Dr. Kirsten Nazarkiewicz vom Institut consilia cct führte uns in die “globalisierte Welt” und der interkulturellen Kompetenz. Wir beleuchteten Begriffe wie Kulturbegriff, Lebensweisen, Differenz und Diversity. Interessant auch, dass es schon um verschiedene Kulturen geht, wenn jemand von München nach Hamburg umzieht. Und der indische Bau-Ingenieur mit einem deutschen schon sehr viel gemeinsam hat durch die gemeinsame Berufskultur. In welchen Kollektiven leben wir schon? – fand ich persönlich eine spannende Frage.
Falls Sie mein Resumée lesen und auch dabei waren, freue ich mich über Resonanzen und weitere Feedbacks.