Wie kann ich mich selbst motivieren? Ich komme von einem Gespräch mit Freunden. Die Frage, die uns beschäftigt: Wie kann ich mich selbst motivieren, wenn ich im eigenen Büro, im Home-Office sitze? Wie schaffe ich es, morgens aufzustehen, einen beruflichen Alltag zu kreieren und dabei hoch-motiviert zu bleiben? Bisher habe ich ja immer davon geschrieben, gut auf die Life-Balance zu achten. Damit meine ich, regelmäßiges Essen und inne-halten. Feierabendzeiten einzuhalten und nicht noch nach 19.00 Uhr oder am Wochenende zu arbeiten. Das Home-Office verlockt ja immer zum Arbeiten.
Immer wieder erlebe ich, dass die Mails doch noch mal schnell eben abgerufen und gelesen werden … aber haben Sie nicht auch schon die Erfahrung gemacht: die eingegangenen Mails und Botschaften drehen sich weiter im Kopf, wir beschäftigen uns ggfs. mit der Antwort und können den Feierabend nicht genießen oder gar einschlafen.
Lachen Sie nicht, aber mein beruflicher Alltag sieht so aus, wenn ich keine Coachings gebe oder Kollegen, Freunde oder GeschäftspartnerInnen zum Mittagessen oder auf einen Kaffee treffe:
Mein Mann und ich gehen morgens als erstes joggen im nahen Ostpark.
Wir frühstücken. Er arbeitet in seinem Home-Office, ich setze mich an meinen Laptop.
Mittags koche ich uns leckere Köstlichkeiten: Viel Gemüse plus Reis oder Nudeln oder Kartoffeln. Mal asiatisch, dann wieder italienisch …
Nachmittags gibt es einen Kaffee mit etwas Süßem und abends treffen wir uns wieder zum Abendessen und läuten den Feierabend ein. Langweilig?
Das erinnert mich immer wieder an meinen Klosteraufenthalt in Österreich vor einigen Jahren: Ganz wesentlich für mich war die klare Struktur des Tages. Immer zur gleichen Zeit werden die Mahlzeiten eingenommen und die Phasen des Betens und des Still-werdens eingehalten.
Ich bin der Meinung, ein klarer Tagesablauf – gerade für uns Selbständige – ist ein lebenswichtiger Motivator. Ich schaffe mir damit Struktur und Rituale. Was motiviert noch?
Hört sich vielleicht überholt an, aber ich denke abends immer darüber nach: Was ist mir heute gut gelungen? Und wenn es noch so unspektakulär ist. Heute z.B. habe ich noch weitere Kapitel in meinem Hongkong-E-Buch korrigiert und ergänzt. Ich wertschätze außerdem immer mein leckeres Essen, für das ich ganz frische Zutaten einkaufe und dann zubereite.
How to keep motivated?
Ich erlaube mir den täglichen Spaziergang oder das morgendliche Joggen, wie vorher schon geschrieben. Es motiviert mich ungemein, da ich auf andere Gedanken komme und mich neu sortieren kann.
Die To-do-Liste nicht zu vergessen, die abends viele Häkchen bekommt. Oder ich habe mir ein größeres To-do vorgenommen und dann freue ich mich abends über das Erreichte.
Für mich ist es wichtig, den Kontakt nach außen zu halten. Ich telefoniere wenigstens mit 1 bis 2 Personen täglich. Damit halte ich Verbindung, bringe mich in Erinnerung. An nicht ganz so glücklichen Tagen rufe ich eine Freundin an, um zu jammern und dann ist es meist auch wieder gut. Kennen Sie das?
In meinen Coachings erlebe ich immer wieder, dass sich meine Coachees kaum wertschätzen für das, was sie tun und können. Ich beginne dann zu sammeln und zu sortieren. So ergibt sich für meine Klientin oft ein “reicher Schatz” und sie fühlen sich motiviert: Berufliche, persönliche und soziale Kompetenzen werden aufgelistet. Werte werden priorisiert. Ich frage auch nach den Bedürfnissen und schreibe alles mit. Eine ganz klassische Hausaufgabe ist: Schreiben Sie jeden Abend 10 Dinge, die Sie an sich mögen oder die Sie heute gemacht haben. Ungewohnt? Bleiben Sie dran! Klopfen Sie sich abends auf die Schulter: Gut gemacht! Das bekommen meine Coachees immer von mir zu hören. Es gibt immer Dinge, die man gut kann und gut gemacht hat. Wir müssen lernen uns selbst zu loben und zu motivieren. Stimmen Sie mir zu?
Was motiviert Sie im Home-Office? Was motiviert Sie? Geben Sie uns Ihren Tipp? Ich freue mich.
Liebe Frau Schuseil,
zwei Dinge fallen mir zu diesem Thema spontan ein: Die Zettelwirtschaft auf meinem Schreibtisch zu ordnen und BLOG-LESEN. Man kann das Thema aber auch von einer anderen Seite betrachten. Einige Gedanken hierzu finden Sie in meinem Newsblog unter http://www.barz-lenz.de.
Herzliche Grüße von Heike Barz-Lenz
… da hab ich doch gleich mal hingeklickt. Danke für Ihre Resonanz.