Heute ist der 2. Juli. Nun beginnt das Abschiednehmen und das Tage-zählen wirklich. Eher das Tage-festhalten und das Tage-genießen. Ich habe mir überlegt, welches Abschiedsritual Sinn macht. Wie will ich meine Zeit im Juli hier in HK verbringen? Auf jeden Fall werde ich jeden Tag ein Foto schießen. Oder eine Foto-Session machen. Es ist zur Zeit superheiß und sonnig und wunderschön windig. Was wirklich genial ist: Wir leben am Meer. Es weht immer eine Brise. Mal mehr mal weniger. Heute bei dem heißen Wetter sehr angenehm auf der Haut.
Ich werde Cliff Scherers Blog in meine Blogroll nehmen. Hier gibt es Infos und Fotos rund um Hongkong zu sehen und zu stöbern. Da werde ich weiterhin hineinklicken und mich gerne an HK erinnern: Klicken Sie mal hin zu Germans in Hongkong.
Mit Heike seiner Frau und meiner Freundin haben wir heute einen Abschiedspodcast besprochen. Der wird ab morgen online sein. Ich werde informieren. Da gibt es ja bereits einen Podcast mit mir vor einigen Monaten aufgenommen.
Ich werde ganz bewusst Hongkong genießen … Heute habe ich im Kalender den gestrigen Tag ausgestrichen. Nun genieße ich den 2. Juli. Welche Abschiedsrituale kennen Sie? Was würden Sie tun, um sich von einer Stadt, von einer Lebensphase zu verabschieden? Ich bin sehr neugierig und freue mich auf viele Impulse.

Juli 2, 2009 um 1:22 |
Mir selbst hilft es zu schreiben. Insofern hier die Frage: Wie wärs mit einem Beitrag auf: http://www.abschiedsvorstellung.de. Es ist dafür notwendig, sich als AutorIn anzumelden, aber ein podcast – das klingt schon auch interessant, finde ich.
Juli 2, 2009 um 1:37 |
Hallo! Danke für Ihren Beitrag und den Link-Tipp. Ich werde dort schreiben … und hier kundtun. Viele Grüße.
Juli 2, 2009 um 11:04 |
Hallo Frau Schuseil,
Was ich an Ihrem Blog so schön finde ist, dass Sie mich immer wieder dazu bringen, nachzudenken über Dinge, die man sonst weg tut. Vielleicht sind sie nicht wichtig, aber es ist schön, sich das eine oder andere mal durch den Kopf gehen zu lassen. Mir tut es gut.
Abschied nehme ich nächste Woche von der Uniklinik, in der mein Sohn die letzten fünf Wochen verbringen musste. Nächsten Dienstag darf er endlich in die Reha, und ich hab drei große Päckchen besonders feine Gummibärchen von Hussel gekauft (die englischen sind die besten) für all die netten Krankenschwestern. So sehr wir uns alle freuen, dass es vorwärts geht – man lässt auch etwas zurück, und der Abschied lässt mich zumindest nicht gleichgültig. Wir haben viel durchlitten hier, aber auch viel Zuneigung und Aufmerksamkeit erfahren und meine Art Abschied zu nehmen ist der Versuch, dass man uns in netter Erinnerung behält. Deshalb die Gummibärchen, reine Bestechung also! Aber wer nicht vergessen wird, bleibt ja irgendwie da. Zumindest einen Gedanken lang.
Sie haben sicher viele Menschen getroffen, die sich an Sie erinnern werden, und so wird auch von Ihnen etwas bleiben in Hongkong.
Lassen Sie es sich gut gehn!
Anhora
Juli 4, 2009 um 3:16 |
Liebe Anhora, vielen Dank für Ihren schönen Beitrag, Ihr Kompliment und Ihre guten Wünsche. Gummibärchen sind nicht schlecht als Bestechung und fürs Abschiednehmen.
Ich freue mich, dass es jeden Tag ein Stückchen aufwärts geht mit Ihrem Sohn. Er wird es schaffen und Sie sind wieder ein Stückchen gewachsen. Und immer wieder geht es um das Wesentliche in unserem Leben. Dazu gehört auch das richtige Abschiednehmen. Ein schönes Wochenende für Sie!
Juli 6, 2009 um 2:20 |
Liebe Petra,
ganz spontan, ohne nachzudenken oder zu planen fällt mir ein: Ich würde alle meine Lieblingsorte besuchen (wie ich es mache, wenn ich nach Rom komme, wo ich mal gewohnt habe) und bewusst wahrnehmen. Ich würde die Eindrücke einatmen und die Bilder sammeln, wie die Maus Frederik die Eindrücke des Sommers in dem Kinderbuch von Leo Lionni. Und an meinem aller-aller liebsten Ort würde ich ein Stück von mir zurück lassen. Irgendetwas von Bedeutung, egal wie klein. Ob ich es neben einem Baum einpflanzen, oder einem Restaurantbesitzer erklärend anvertrauen würde, das müsste ich sehen, je nachdem, welcher Ort es ist. Und ich wüßte immer: dieses Stückchen, das mal mir gehört hat, ist da geblieben und wartet auf mich. (Bei mir ist es ja einfach, die Fontana di Trevi ist ja quasi schon vorprogrammiert…)
Ganz liebe Grüße
Caya
Juli 7, 2009 um 6:05 |
Liebe Caya, wie schön! Deine Vorschläge gefallen mir gut. Hatte im Bye-Bye-Podcast meiner Freundin Heike (www.heikescherer.de) die Tram als meinen Lieblingsort erwähnt. Aber da gibt es natürlich noch den aller-allerliebsten Ort, den Siena Park vor unserer Haustür, am Meer gelegen, in den ich jeden Morgen springe. Da gibt es einen Lieblingsplatz. Und nun die Frage: Was ist von Bedeutung, das ich dort lassen kann? Das ist gar nicht einfach. Ich glaube ich muss die Maus Frederik kennenlernen ..
DANKE. Herzliche Grüße.